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„Lesen ist wunderbar, Lesen ist eine Welt im Kopf“

Lübbecke -

LiteraTour bringt mit dem Lesewohnzimmer Bücherliebe nach Lübbecke auf den Marktplatz von Donnerstag, 12. Juli bis Sonntag, 15. Juli 2018.

Buchlesen als Kulturtechnik ist alt, steinalt – gleichzeitig jung, blutjung und zeitgemäß. Mit StadtLesen 2018 feiert diese Initiative zehnjähriges Bestehen, geht zum zehnten Mal auf LiteraTour, bringt mit dem Lesewohnzimmer Bücherliebe nach Lübbecke auf den Marktplatz von Donnerstag, 12. Juli bis Sonntag, 15. Juli 2018.

Die Besucher frönen ihrer Leselust im mobilen Lesewohnzimmer, wählen aus mehr als 3000 Büchern von Partnerverlagen in den Büchertürmen ein Buch aus, lassen sich nieder auf gemütlichen Lesesitzmöbel und lesen, lauschen, vertiefen sich, verweilen – geben sich Ihrer Phantasie hin – unter freiem Himmel bei freiem Eintritt – nach Initiator Sebastian Mettlers Devise: „Lesen ist eine Welt im Kopf.“

Besonders freut StadtLesen, dass am Donnerstag um 19.30 Uhr Bruno Preisendörfer als Bibliophiles Highlight vorliest. Bruno Preisendörfer stellt sein Buch vor „Die Verwandlung der Dinge: Eine Zeitreise von 1950 bis morgen“.

Das StadtLesen-Programm

Donnerstag, 12. Juli:

9 bis 12 Uhr: Lesepicknick für die dritten Klassen der Lübbecker Grundschulen 
19.30 Uhr: Bibliophiles Highlight: Lesung von Bruno Preisendörfer aus „Die Verwandlung der Dinge: Eine Zeitreise von 1950 bis morgen“ 
Integrationslesetag

Freitag, 13. Juli:

14.30 Uhr: Lesung und Mitmachprogramm mit Märchenerzählerin Kirsten Tümmel 
16 Uhr: Literarisches Orgelkonzert für Kinder in der St. Andreas Kirche
19.30 Uhr: Kriminacht mit Andrea Gerecke, Carla Berling und Eva Ehley

Samstag, 14. Juli:

14 Uhr: Kaligraphie Workshop in der Mediathek
17 Uhr: Lesung von Ellin Carsta aus „Die ferne Hoffnung“ 
Familienlesetag

Sonntag, 15. Mai:

11 bis 14 Uhr: Offenes Mikro mit der Vorstellung regionaler Autoren

StadtLesen – fördert die Phantasie

StadtLesens Besucher phantasieren in Ihrer eigenen Welt. Initiator von StadtLesen Sebastian Mettler und die Innovationswerkstatt aus Salzburg sorgen dafür. Nach seiner Devise „Lesen bringt keine Welt in den Kopf. Lesen ist eine Welt im Kopf“, eröffnet er Besuchern des Lesewohnzimmers im urbanen Raum die „Heilkraft“ der Bücher: „Ich behandle mit StadtLesen die Entphantasierung der Gesellschaft.“ Lesen bildet. „Unweigerlich eröffnen Bücher auch Phantasie in den Köpfen ihrer Rezipienten“, sagt Mettler.

Auf die Phantasie zielt Sebastian Mettler mit dem Leseförderprojekt StadtLesen ab. „Es ist die Phantasie, die Menschen auszeichnet, aus ihr erblühen intelligente Ideen. Sie bringen Glück, Zufriedenheit und damit Reichtum“, begründet er. StadtLesen ist die Antwort auf das Phänomen des kognitiven Analphabetismus. Für Sebastian Mettler ist Buchlesen die höchste Schule: „Lesen macht schlau, mit Genuss“. Wertvoll ist jede gelesene Zeile. Buchlesen lässt ein für jeden Leser unterschiedliches Bild entstehen, kein vorgefertigtes fremdbestimmtes, wie dies im Smartphone aus dem Internet und passiv konsumiert abgerufen wird. Buchlesen braucht decodieren, braucht codieren von Piktogrammen, die wir Buchstaben nennen. „Der Segen Internet zerstört - übermäßig genossen - die Phantasie“, so Mettler.

StadtLesen wirkt der Entphantasierung entgegen. Das begeistert die Bürgermeister der StadtLesenStädte, Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen, die Generalsekretäre der deutschen und österreichischen UNESCO Kommission Dr. Roland Bernecker und Mag. Gabriele Eschig. Sie adeln das Leseförderprojekt in Geleitworten und übernehmen vielfach die Schirmherrschaft. Die einzelnen StadtLesenStädte bringen sich aktiv ein in die Organisation des Leseförderprojekts. Kooperationspartner aus der Welt der Verlage, der Medien, der Möbel, der Hotels, der Wirtschaft, der Genüsse unterstützen die Leseförderung, ermöglichen das Projekt.

StadtLesen - ist unspektakulär spektakulär

LiteraTour bringt mit dem Lesewohnzimmer Bücherliebe nach Lübbecke auf den Marktplatz von Donnerstag, 12. Juli bis Sonntag, 15. Juli 2018.Das Spektakuläre an StadtLesen: Das Spektakel bleibt aus. StadtLesen ist einfach da, mit seinen Büchertürmen - gefüllt mit mehr als 3000 Büchern aus dem aktuellen Verlagsprogramm, den Genusstürmen, dem Readers Corner für Lesungen, gemütlichen Lesemöbeln. StadtLesen lässt Zeit zum Lesen und zum Leben - bei freiem Eintritt jeweils von Donnerstag bis Sonntag. StadtLesen bringt niederschwellig zugänglich gemachten Buchgenuss in urbane Räume.

Am Donnerstag um 9 Uhr öffnet sich des Lesewohnzimmers Pforte, steht offen zum Schmökern, Literatur besprechen, Werke und Literaten empfehlen – bis zum Einbruch der Dunkelheit. Das Bibliophile Highlight – Bruno Preisendörfer – stimmt um 19.30 Uhr ein auf drei weitere Tage Lesegenuss. Er blickt anhand seines Werkes „Die Verwandulng der Dinge: Eine Zeitreise von 1950 bis morgen“ von der Vergangenheit in die Zukunft, die bald widerum vergangen sein wird. Preisendörfer erinnert sich an seine Schiefertafel und an eine Zeit, in der die Familie weder Telefon noch Fernseher besaß. Gleichzeitig blickt er von der Gegenwart aus neugierig in die Zukunft.

Am Freitag stehen die Bücher in den Büchertürmen ab 9 Uhr bereit. Die einen lesen darin, vertiefen sich. Andere lesen daraus vor, zitieren wertvolle Passagen. Bürger mit Migrationshintergrund sind dazu eingeladen, selbst verfasste Texte in der Muttersprache vorzulesen – Vorhang auf für die Bühne der Völkerverständigung am Integrationslesetag.

Samstags ab 9 Uhr laden die Bücher erneut ein zum grenzenlosen Buchgenuss. Um 17 Uhr stellt Ellin Carsta ihr Buch „Die ferne Hoffnung“ vor. Sie beschreibt, wie drei Söhne Robert, Karl und Georg das Familienunternehmen ihres verstorbenen Vaters aus der Verschuldung holen und das gesellschaftliche Ansehen sichern wollen. Sie investieren in eine Kakao- Plantage in Kamerun. Dort steht die Liebe von Robert und seiner Frau auf dem Prüfstand, bei Tochter Luise liegt Liebe in der Luft.

Familien freuen sich am Sonntag ab 9 Uhr über Kinder- und Jugendliteratur. Werke für kleine und größere Lesefreunde dominieren in den Regalen. Sie zaubern eine Welt in Kinders Köpfe. Den ganzen Tag haben Familien Zeit zum Schmökern. Auch Einzelne sind willkommen im großen Lesewohnzimmer am Familientag.

StadtLesen – begeistert

StadtLesen zieht 2018 den zehnten Sommer durch europäische Städte und feiert seine zehnjährige JubiläumsLiteraTour. Um StadtLesens Besuch im Jahr 2018 bemühten sich mit einer Nominierung 234 Städte. Aus ihnen ernannte die Innovationswerkstatt 26 JubiläumsStadtLesenStädte, denen die Innovationswerkstatt an insgesamt 108 StadtLesenTagen 1296 Lesestunden beschert. Nach zehn Jahren wird StadtLesen 209 Städten an insgesamt 836 Tagen Lesegenuss gebracht haben. Mehr als 10 Millionen Menschen werden in StadtLesensStädten mit der Kulturtechnik des Lesens in Berührung gekommen sein - und das circa 10.032 Stunden.

StadtLesen – fördert die Kulturtechnik Lesen

StadtLesen fördert das Lesen. Das Projekt verschafft niederschwellig Zugang zum Buchlesen. Der Erfolg gibt StadtLesen recht. Lesen ist wunderbar. „Lesen ist eine Welt im Kopf.“

LiteraTour bringt mit dem Lesewohnzimmer Bücherliebe nach Lübbecke auf den Marktplatz von Donnerstag, 12. Juli bis Sonntag, 15. Juli 2018.

(Text und Fotos: StadtLesen 2018 – Innovationswerkstatt Salzburg)

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