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Ein alles andere als nüchternes Programm aus Wort und Musik

Lübbecke -

Katerpoesie

Die Lesung gestaltet Detthard Wittler, für die Musik sorgt Helmut Koch.

"Wer schreibt, trinkt auch. Ein Alkoholnebel liegt über der Weltliteratur", schreibt Michael Krüger in seiner Untersuchung "Literatur und Alkohol". Diese Aussage hat Detthard Wittler zum Anlass genommen zu überprüfen, ob Alkohol und Literatur tatsächlich in irgendeiner Beziehung stehen. Und siehe da, bereits der erste Blick in eine x-beliebige Lyrik-Anthologie lehrt, dass seit den Anfängen der Literatur der Alkohol ein Thema ist und es zu allen Zeiten versoffene Dichter gab. Gemeinsam mit Helmut Koch präsentiert Wittler mit dem Programm „Kater-Poesie“ am

Donnerstag, 11. Oktober 2018
um 19 Uhr
in Barre‘s Brauwelt in Lübbecke

eine geistreiche literarisch-musikalische Verkostung. Karten gibt's in der Brauwelt im Vorverkauf für 12 Euro, an der Abendkasse für 15 Euro. 

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Von Anfang an wird Alkohol als Quelle der Inspiration und der Lebensfreude, aber auch als Trostspender gefeiert. Schon in der Bibel, lesen wir: „Gebt starkes Getränk denen, die am Umkommen sind, und den Wein den betrübten Seelen.“ (Altes Testament, Sprüche 31.6). Der römische Dichter Horaz (65 - 8 v. Chr.) schreibt anlässlich des Todes der Kleopatra: „Nunc est bibendum!“ (Jetzt heißt es trinken), Goethe konstatiert: „Trunken müssen wir alle sein“ und unser erster Bundespräsident Theodor Heuss formuliert es so: „Wein saufen ist Sünde, Wein trinken ist beten. Also – lasset uns beten!“

Wittler und Koch präsentieren ein Programm aus Wort und Musik, das alles andere als nüchtern ist. Mit Geist, Witz und Esprit laden sie ein zu einem Bummel durch die Weltliteratur und den deutschen Schlager, blumig wie ein excellent gezapftes Bier, spritzig wie Sekt und Champagner, vollmundig wie ein guter Wein, betörend wie ein Cocktail und umwerfend wie Hochprozentiges.

Und es überrascht sicher nicht, wenn das Publikum am Ende dieses Parforcerittes durch die Höhen und Tiefen des rauschhaft poetischen Schreibens und Komponie-rens vergnügt feststellen darf: „Der erste Liter stimuliert, schon der zweite, der verwirrt – aber ab dem Liter drei, ist's mit der Herrlichkeit vorbei.“