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Brandstiftung ist Grund für Feuer im Gymnasium

Lübbecke -

Das Feuer in der Sporthalle am Wittekind-Gymnasium in Lübbecke ist auf eine Brandlegung zurückzuführen.

Das Feuer in der Sporthalle am Wittekind-Gymnasium in Lübbecke ist auf eine Brandlegung zurückzuführen. Eine technische Ursache scheidet aus. Das ist das Ergebnis der Untersuchungen eines Brandsachverständigen am Mittwoch.

Der Experte hatte gemeinsam mit einem Brandermittler der Mindener Kripo das Gebäude noch einmal genau unter die Lupe genommen. Wie berichtet, war der Brand in einem Geräteraum der Halle ausgebrochen und war am Samstagmorgen vom Hausmeister bemerkt worden. Zudem wurden im Umfeld der Schule Sachbeschädigungen verübt, die nach Einschätzung der Polizei mit der Brandlegung in Verbindung stehen dürften.

Bei dem Feuer wurde niemand verletzt, es entstand aber ein enormer Schaden. Die Ermittler bitten Zeugen, denen in der Nacht zu Samstag verdächtig wirkende Personen, Fahrzeuge oder anderweitige Vorkommnisse aufgefallen sind, sich bei ihnen unter Telefon 0571-88660 zu melden.

Das war passiert

Samstagvormittag, 1. April 2017: In der Lübbecker Innenstadt heult längere Zeit unüberhörbar eine Sirene. Kurze Zeit später ist das erste Martinshorn zu hören, dann folgen weitere, die aber nach kurzer Zeit zentrumsnah verstummen: Untrüglicher Hinweis auf einen Einsatz nah dem Zentrum. Aufsteigender Rauch aus dem Bereich Wittekind-Gymnasium kennzeichnet schnell den Einsatzort der Feuerwehr, die hier anschließend noch mehrere Stunden beschäftigt ist.

Vor Ort sind Kräfte aller drei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Lübbecke, die zum Gymnasium beordert wurden. Aus der alten Schulturnhalle dringt Rauch, nur mit Atemschutz können Einsatzkräfte in die Halle vordringen. Sie stellen nach Angaben der Polizei fest, dass es dort, wo Sportgeräte gelagert werden, kokelt. Schnell haben sie den Brand unter Kontrolle und sorgen dafür, dass der Rauch aus der Halle verschwindet.

Der Brandort wurde beschlagnahmt; Spezialisten der Kriminalwache haben die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise auf die Brandursache gibt es nach Polizeiangaben derzeit nicht. Der Sachschaden beläuft sich nach einer ersten, allerdings sehr groben Schätzung auf rund 50.000 Euro, ausgelöst durch Rauch, Ruß und natürlich den Löschwassereinsatz. 

Ermittlungs-Update vom 3. April 2017

Die Ursache für das Feuer noch nicht fest. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft wird die Polizei einen Sachverständigen zur Klärung hinzuziehen. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen sprechen einige Umstände für eine Brandlegung. So gab es unter anderem Schäden durch Vandalismus im Umfeld der Halle. Mit den Untersuchungen des Experten soll aber auch einer nicht gänzlich auszuschließenden technischen Ursache nachgegangen werden.

Ein Brandermittler der Mindener Kripo hatte sich am Montag vor Ort ein Bild von der Situation machen können. Demnach steht fest, dass der Brand in einem Geräteraum innerhalb der Halle entstand. Durch das Feuer wurden mehrere dort gelagerte Tischtennisplatten erheblich beschädigt. Da die Hitze auch ein Wasser führendes Rohr zum Bersten brachte, wurde der Hallenboden unter Wasser gesetzt. Zudem sorgt der Niederschlag von Ruß in der Halle, den Umkleidekabinen und dem Treppenhaus für weitere erhebliche Schäden.

Weiterhin wurden im Umfeld der Halle mehrere Gullydeckel ausgehoben, Verkehrszeichen beschädigt und zwei Feuerlöscher entleert. Wie hoch der angerichtete Schaden sein dürfte, kann die Polizei derzeit noch nicht einschätzen. Der Ermittler geht von einem sechsstelligen Eurobetrag aus.

In die Ermittlungen einbezogen wird auch ein erst vor zwei Wochen entstandenes Feuer in der neuen Sporthalle der Schule. Bei dem am Sonntagmittag gemeldeten Feuer war ein Putzmittelwagen in einem Abstellraum in Brand geraten. Zudem gab es auch in diesem Fall weitere Sachbeschädigungen.
(Text: Polizei)

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