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Lecker und mit Spaß: KlimaKochen im Moorhus

Lübbecke -

Regional, saisonal, wenig Fleisch und aus ökologischer Produktion. Wird kochen im Alltag zu kompliziert? Nicht nur Stromverbrauch, Wärmenutzung und Verkehr tragen zum Treibhauseffekt bei, auch unser Essen spielt eine Rolle: Zwei Tonnen Kohlendioxid (CO2) verursacht jeder Deutsche durch seine Ernährung pro Jahr, hat das Freiburger Öko-Institut errechnet (Öko-Institut e.V.).

Bis ein Salat in der Küche landet, sind viele Produktionsschritte nötig. Der Bauer bringt Saatgut ein, er düngt und erntet. Anschließend wird der Salat zum Großhändler transportiert und weiter in die Supermärkte. Jeder Schritt verbraucht Energie und produziert CO2. Die Klimabilanz von Lebensmitteln kann allerdings sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem, zu welcher Jahreszeit wir sie kaufen und woher sie stammen.

Kompliziert? Nein. Mit ganz viel Spaß, einem Blick auf die Klimazonen unserer Welt und viel Genuss wird Ulrike Meier-Hohmann an diesem

Samstag, 11. November 2017
von 14.00 bis 18.00 Uhr
im Besucherzentrum Moorhus einheizen und mit den TeilnehmerInnen nur köstliche Gerichte mit positiver Klimabilanz kochen.

Die Teilnahme kostet 10 Euro pro Person. Alle Köchinnen und Köche ab 8 Jahren sind ganz herzlich eingeladen! Um Anmeldung im NABU Besucherzentrum Moorhus wird gebeten. Das Moorhus ist telefonisch erreichbar unter 05741-2409505 und per Email an nabu.moorhus@ewe.net. Informationen zum vielseitigen Veranstaltungsprogramm finden sich auch unter www.moorhus.eu.

Vor allem Obst und Gemüse sollte man möglichst saisonal kaufen – Erdbeeren etwa von Mai bis August, weil sie dann bei uns unter natürlichen Bedingungen wachsen, ohne dass Treibhäuser nötig sind. Am besten stammen sie von Landwirten aus der Region, dann sind die Transportwege kurz. Verzichten sollten wir im Winter, weil Erdbeeren dann per Flugzeug aus Marokko, Ägypten oder gar aus Übersee zu uns gelangen. Das wird so gemacht, weil sie schnell verderben, ebenso wie Kirschen und frische Kräuter. Das Flugzeug hat aber mit Abstand die schlechteste Klimabilanz.

Aber - je kürzer der Transportweg, desto klimafreundlicher die Lebensmittel, das stimmt so auch nicht.

Waren aus Übersee können sogar eine bessere Klimabilanz aufweisen als regionale Produkte. Zum Beispiel Äpfel: Sie haben im Frühjahr auf der Südhalbkugel Saison, werden sofort verpackt und auf dem Schiff zu uns befördert, das erheblich weniger Energie verbraucht als ein Flugzeug. Deutsche Äpfel lagern zu diesem Zeitpunkt schon seit Monaten in Kühlhäusern, was vergleichsweise viel Energie kostet. So kommt es, dass ein Apfel, der im Frühjahr per Schiff aus Neuseeland zu uns gelangt, weniger Emissionen verursacht als ein heimischer Kühlhaus-Apfel.

Fleisch steht ganz oben auf der Rangliste der Klima-Killer. Wer CO2 sparen möchte, sollte öfter mal auf sein Steak verzichten. Vor allem die Herstellung von Rindfleisch verursacht große Mengen an Treibhausgasen. Besser ist die Bilanz bei Bio-Fleisch, u.a., weil für die Futtermittelproduktion Biodünger benutzt wird. Übrigens weisen auch ökologisch produzierte Obst- und Gemüsesorten oft eine bessere Klimabilanz auf als Produkte aus konventionellem Anbau.
(Text: Ulrike Meier-Hohmann)

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