Trickbetrügerinnen können auch "rabiat"
Lübbecke -
Eine 92-jährige Frau aus Lübbecke wurde am Freitagnachmittag Opfer zweier rabiater Trickbetrügerinnen. Das unbekannte Duo durchsuchte die an der Franz-Welschof-Straße gelegene Wohnung der Seniorin und entwendete in deren Beisein Schmuck und Bargeld.
Als Anwohner auf die Tat aufmerksam wurden, flüchteten die Frauen zu Fuß. Dabei verloren sie einen Teil ihrer Beute. Anschließend stiegen sie in einen mit dem Kennzeichen der Stadt Duisburg versehenen Pkw, hinter dessen Steuer ein Komplize saß. Der gab Gas und fuhr in nördliche Richtung auf der B 239 davon.
Zuvor hatte es gegen 15.45 Uhr an der Wohnungstür der 92-Jährigen geklingelt. Als diese ahnungslos die Tür öffnete, stand ihr eine unbekannte Frau gegenüber, die in einem gebrochenen Deutsch vorgab, Geldspenden zu sammeln. Gleichzeitig drängte sie die wehrlose Rentnerin in die Wohnung und begann sofort damit, deren Schränke und Schubladen zu durchwühlen. Dabei wurde sie von einer plötzlich auftauchenden Komplizen noch unterstützt.
Als die 92-Jährige lautstark protestierte, wurde ein Nachbar auf die bedrohliche Situation aufmerksam. Noch bevor er eingreifen konnte, ergriffen die beiden etwa 1,60 bis 1,70 Meter großen und dunkel gekleideten Frauen die Flucht in Richtung Geistwall.
Ein weiterer Hausbewohner bemerkte ebenfalls das Geschehen und nahm die Verfolgung des Duos auf. Er konnte noch beobachten, wie die Frauen in einen dunklen Audi einstiegen, dessen Fahrer auf dem Parkplatz der "GBSL" am Geistwall auf sie gewartete hatte. Eine der Frau war circa 20 bis 25 Jahre alt und hatte ihre schwarze Haare zu einem Knoten gebunden. Ihre Komplizin war um die 30 Jahre alt und hatte dunkelbraunes, längeres Haar.
Die Polizei warnt vor dem weiteren Auftreten dieser Kriminellen und mahnt zur Vorsicht an der Haustür. (Text: Polizei)