Besucherberkwerk: Umbau- und Sanierungsmaßnahmen starten
Porta Westfalica -
Im September beginnen die Sanierungsarbeiten im Museumsgebäude des Besucherbergwerks Kleinenbremen. „Darüber freuen wir uns ganz besonders, denn mit den Bauarbeiten startet ein tolles und zukunftsweisendes Projekt, auf das wir schon lange hingearbeitet haben“, unterstreicht der zuständige Baudezernent beim Kreis Minden-Lübbecke, Matthäus Schmidt und erläutert weiter: „Das bedeutet, dass der Kreis zur Einhaltung des förderrechtlich relevanten Projekt- und Realisierungszeitraums verpflichtet ist und den eng getakteten Terminplan entsprechend im Blick behalten muss. Dabei sind die einzelnen Gewerke zeitlich eng aufeinander abzustimmen, um einen reibungslosen Ablauf und die fristgerechte Umsetzung des Projektes sicherzustellen“.
Deshalb können Open-Air-Veranstaltungen bzw. Festivals, die in diesem Jahr noch auf dem Gelände des ehemaligen Eisenerzbergwerks in Porta Westfalica-Kleinenbremen stattfinden konnten, während der gesamten Bauphase dort nicht mehr durchgeführt werden.
Das birgt ein erhebliches Risiko von Bauzeitunterbrechungen oder -behinderungen, wodurch sich der für die Förderung maßgebliche Realisierungszeitraum verlängern und die Gewährung der Fördermittel gefährdet werden könnte. Ein weiterer wesentlicher Grund dafür sind die mit dem laufenden Baubetrieb verbundenen Sicherheits- und Arbeitsschutzrisiken. Während der Bauphase befinden sich unter anderem Baustellenfahrzeuge, Hebezeuge, Materiallager, Baugruben, Kabelgräben und weitere temporäre Einrichtungen auf dem Vorplatz. Dieser wird während der gesamten Bauzeit für die Baustellenlogistik benötigt. Zudem muss die Feuerwehrumfahrt dauerhaft und uneingeschränkt freigehalten werden. Teile des nördlichen Besucherparkplatzes werden ebenfalls für die Dauer der Baumaßnahme benötigt – unter anderem für Baustellencontainer sowie als zusätzliche Anlieferungszufahrt zum rückwärtigen Gebäudebereich. Die Mitarbeitenden des zuständigen Amtes von Gebäude und Liegenschaften sowie die beteiligten Unternehmen setzen sich mit großem Engagement und hoher Einsatzbereitschaft dafür ein, die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen erfolgreich umzusetzen.
Sowohl der Kreis als auch die Stadt Porta Westfalica sind offen für neue Konzeptideen, die thematisch und räumlich zu diesem Bereich passen. Bürgermeisterin Anke Grotjohann und Baudezernent Matthäus Schmidt sind sich einig: „Wir möchten den Standort weiterentwickeln und für Besucher*innen attraktiv gestalten. Deshalb gehen wir davon aus, dass nach Beendigung der Bauphase dort Veranstaltungen dieser Art wieder stattfinden können, wenn wie bisher alle Umwelt - und bergbaurechtlichen Vorschriften eingehalten werden."
Wichtiger Hinweis: Während der Bauphase wird der Besuch des Besucherbergwerks weiterhin ermöglicht. Grubeneinfahrten und Führungen finden zu den angegebenen Öffnungszeiten wie geplant statt. Auch wenn davon auszugehen ist, dass es aufgrund der Bauarbeiten zu Einschränkungen kommen kann, bleibt der Besucherservice für die Besucher*innen weiterhin erreichbar: Museumspädagogik, Kasse und Shop werden während der Sanierungsarbeiten im Wiegehaus unter Tage im Steinbruch untergebracht, auch eine entsprechende Wegweisung wird vor Ort installiert. Der Museums-Service ist dienstags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 16 Uhr unter Tel.: 05722/90223 erreichbar. Ausgenommen sind die Tage, an denen Betriebsferien sind.
Das Besucherbergwerk ist das einzige authentisch erhaltene Eisenerzbergwerk Westfalens und soll in den kommenden Jahren den genehmigten EFRE-Mittel aus dem Tourismustopf Erlebnis.NRW zu einem modernen Erlebnis-, Bildungs- und Erinnerungsort mit überregionaler Strahlkraft weiterentwickelt werden. Geplant ist ein ganzheitliches, wetterunabhängiges Besuchererlebnis, das Bergwerk, Museum, Außengelände und den Naturraum des Natur- und UNESCO Geoparks TERRA.vita inhaltlich miteinander verbindet.
Insgesamt werden am Standort Investitionen in Höhe von rund 10,7 Mio. Euro umgesetzt. Davon entfallen rund 6,4 Mio. Euro Fördermittel, Förderung aus dem EFRE/JTF-Programm NRW, Programmbereich „Energieeffiziente öffentliche Gebäude“, auf die energetische Sanierung von Besucher-Bergwerk und Museum Kleinenbremen sowie rund 2,2 Mio. Euro Förderung auf die touristische Weiterentwicklung im Rahmen des EFRE-Förderprogramms Erlebnis.NRW. Beide Maßnahmen greifen gezielt ineinander und sichern die nachhaltige Zukunftsfähigkeit des Standorts. Für den Kreis Minden-Lübbecke ist die Förderung zugleich Ergebnis eines langjährigen fachlichen und strategischen Engagements für die Weiterentwicklung von Besucher-Bergwerk und Museum Kleinenbremen.