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Nicht jede Straftat ist erfolgreich - Festnahme

Minden-Lübbecke -

Der Aufmerksamkeit ihres Hundes dürften die Bewohner eines Hauses auf dem Aspel in Lübbecke-Nettelstedt es zu verdanken haben, dass Unbekannte mit einem Einbruch in ihr Haus scheiterten.

Am Mittwochmorgen stellten die Bewohner einen Schaden an der Haustür fest. Dabei erinnerten sie sich, dass am Abend zuvor ihr im Hausflur liegender Vierbeiner gegen 22.30 Uhr anschlug. Als sie nachschauten, hörten sie noch ein Auto mit quietschenden Reifen davonfahren.

Die am Morgen verständigte Polizei stellte fest, dass mit einem unbekannten Hebelwerkzeug versucht worden war, die Tür gewaltsam zu öffnen. Als die Einbrecher das Hundegebell hörten, dürften sie nach Einschätzung der Ermittler mit einem Pkw geflüchtet sein.

Einen per Haftbefehl gesuchten 28-jährigen Mann aus Bad Oeynhausen hat die Polizei am Dienstag in dessen Unterschlupf in Eidinghausen festgenommen. Der wegen gewerbsmäßiger Hehlerei und Diebstählen zu langjährigen Haftstrafen verurteilte Mann leistete dabei keinen Widerstand.

Dem Zugriff der Zivilfahnder gingen wochenlange Ermittlungen voraus. Lange Zeit war den Beamten unklar, wo sich der 28-Jährige aufhielt. Erst in den vergangenen Tagen verdichteten sich die Hinweise auf eine Wohnung, in der sich der Mann offenbar seit Monaten verbarg. Hier gelang den Einsatzkräften zur Mittagszeit schließlich die Festnahme. Laut des vom Landgericht Bielefeld ausgestellten Haftbefehls hatte der Mann noch eine Restfreiheitsstrafe von gut zweieinhalb Jahren zu verbüßen.

Zudem dürfte der 28-Jährige nach Einschätzung der Ermittler seit dem Frühjahr bis zu 50 Einbrüche im Stadtgebiet verübt haben. Dabei hatte er es auf Kindergärten, soziale Einrichtungen und Sportlerheime sowie auf Büros und Arztpraxen abgesehen. Bei seinen Beutezügen, die er stets nachts verübte, entwendete vor allem Bargeld. Aber auch Laptops und Digitalkameras zählten zu seiner bevorzugten Beute. 

Mit den Einbrüchen dürfte der Mann nach Auffassung der Polizei seinen Lebensunterhalt und seine Drogensucht finanziert haben. In seiner Wohnungen fanden die Ermittler kleine Mengen an Rauschgift, die offenbar für den Eigenkonsum des 28-Jährigen dienten. Zu den Vorwürfen machte der Mann in seiner Vernehmung keine Angaben. Er wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Trickdiebe haben am Mittwoch den "Wöhrener Krug" in Bad Oeynhausen heimgesucht. Allerdings hatte die aus vier Frauen und drei Männern bestehende Gruppe die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Der ertappte drei Frauen, als die versuchten, eine Schublade aufzubrechen. Daraufhin flüchteten alle sieben Personen mit einem grünen Kleintransporter.

Gegen 13.20 Uhr waren zunächst fünf Mitglieder aus der Gruppe in der Gaststätte erschienen. Ein etwa 35 bis 40 Jahre alter Mann gab sich als Fahrer des Kleintransporters aus und gaukelte vor, dass der Wagen eine Panne habe. Er bat um Wasser für den Kühler. Während der zunächst nichts ahnende Wirt gern Hilfe leistete, nahmen zwei Frauen und zwei männliche Jugendliche in der Gaststube Platz. Nachdem die ihre zuvor bestellten Getränke bezahlt hatten, wurde der Wirt von seiner Ehefrau plötzlich auf verdächtige Geräusche aus dem Wohnbereich der Familie aufmerksam gemacht.

Als er nachschaute, überraschte er die zuvor noch im Gastraum sitzende circa 50 bis 60 Jahre alte Frau sowie zwei weitere weibliche Jugendliche bei dem Diebstahlsversuch. Außerdem bemerkt er die offenstehende Terrassentür. Offenbar hatte sich die Frau von ihm unbemerkt in den Wohnraum geschlichen und die Terrassentür geöffnet. So konnten die beiden bisher nicht in Erscheinung getretenen etwa 15 Jahre alten Mädchen zusätzlich ins Haus gelangen.

Als das Trio den Wirt erblickte, floh es durch den Schrankraum auf die Straße. In Windeseile setzte sich die siebenköpfige Gruppe in das angebliche Pannenfahrzeug, das daraufhin mit durchdrehenden Reifen auf der Wöhrener Straße in Richtung Eidinghausener Straße davonfuhr. An dem Fahrzeug war ein Kennzeichen mit den Buchstaben HER - für die Stadt Herne angebracht. 

Der Gastwirt gab gegenüber den alarmierten Polizisten an, dass alle Personen schwarze Haare hatten und dem äußeren Anschein nach aus Südosteuropa stammen könnten. Zeugen, denen das Fahrzeug aufgefallen ist, werden gebeten sich bei der Polizei unter Telefon 05731-2770 zu melden.

(Text: Polizei)

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