Wildunfall deckt Straftaten auf
Pr. Oldendorf -
Ein Wildunfall auf der Bünder Straße (L 557) hat am späten Mittwochabend unerwartete rechtliche Konsequenzen für einen jugendlichen Zweiradfahrer nach sich gezogen.
Der Hüllhorster war gegen 23:45 Uhr mit seinem Mofa auf der Bünder Straße in Fahrtrichtung B65 unterwegs. Kurz vor dem Ortseingang von Bad Holzhausen kreuzte plötzlich ein Rehkitz von links die Fahrbahn. Der Jugendliche konnte einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern, kollidierte mit dem Tier und stürzte in der Folge zu Boden.
Bei dem Sturz zog sich der Teenager leichte Verletzungen zu. Eine Besatzung des alarmierten Rettungswagens übernahm die medizinische Erstversorgung direkt vor Ort. Ein Transport in ein Krankenhaus war nach ersten Erkenntnissen jedoch nicht erforderlich. An dem Mofa entstand Sachschaden.
Im Zuge der Unfallaufnahme nahmen die Beamten das Zweirad sowie die Dokumente des Fahrers genauer unter die Lupe. Dabei ergab sich der dringende Verdacht, dass die vorgezeigte Betriebserlaubnis des Fahrzeugs gefälscht war. Durch die mutmaßlichen Manipulationen erlosch nicht nur die Betriebserlaubnis, sondern das Gefährt wurde rechtlich auch anders eingestuft, weshalb der Jugendliche nicht mehr über die erforderliche Fahrerlaubnis für das veränderte Fahrzeug verfügte. Die Polizisten stellten das Zweirad noch vor Ort als Beweismittel sicher. Auf den 16-Jährigen kommen nun Strafverfahren wegen des Verdachts der Urkundenfälschung sowie des Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu.