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Vorsicht geboten: Bache mit Frischlingen

Lübbecke -

Die Rauschzeit, die Paarungszeit der Wildschweine, ist vorbei. Die Keiler (männliche Wildschweine) haben sich schon längst ins Unterholz unserer Wälder zurückgezogen. Der Frühling steht vor der Tür und lockt viele Wanderer zu ausgedehnten Spaziergängen ins Wiehengebirge, mal in freier Natur die baumeln lassen.

Doch die Ruhe täuscht. Nach einer Tragzeit von rund vier Monaten haben die Bachen (weibliche Wildschweine) ihren Nachwuchs (Frischlinge) bekommen. In einem so genannten Wurfkessel erblickten kürzlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit sechs Frischlinge das Licht der Welt.

Nach acht Tagen im Wurfkessel gehen die jungen Wildschweine zum ersten Mal mit der Bache auf Entdeckungsreise. Und dann kann es im Wiehengebirge schon Mal zu tierischen Begegnungen kommen: Man sieht sie noch nicht. Aber ihr Geruch ist ihnen schon weit voraus. Und plötzlich sind sie da: Eine Bache mit ihren Frischlingen.

Das sieht zwar sehr niedlich aus, wenn die gestreiften Frischlinge mit einer Bache daherkommen, aber wenn "Mutter Wildschwein" erst einmal Wind von den Beobachtern bekommen hat und sich bedroht fühlt, kann es schon mal für einen "mutigen" Wanderer, der sich die Frischlinge mal aus der Nähe ansehen möchte, ins Auge gehen.

Denn mit Bachen, die Frischlinge führen, ist nicht zu spaßen. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein
Wanderer von einer Bache angegriffen worden wäre. (Text und Fotos: Presse-Bild-Agentur NoKEM Martin Kemper)