Polizei warnt erneut: Trickbetrüger unterwegs
Lübbecke -
Opfer einer Trickdiebin wurde eine 31-jährige Frau aus Lübbecke bei ihrem Einkaufen in einem Supermarkt an der Steubenstraße am Montagnachmittag.
Die circa 30 Jahre alte und etwa 1,60 Meter große Unbekannte sprach die 31-Jährige in gebrochenen Deutsch an und verwickelte sie in ein Gespräch, indem sie zahlreiche Fragen stellte. Außerdem hielt sie der Lübbeckerin verschiedene Verpackungen vor des Gesicht.
So abgelenkt, gelang es der Diebin vom Opfer unbemerkt, deren Geldbörse aus der verschlossenen Handtasche zu stehlen. Erst an der Kasse bemerkte die 31-Jährige den Verlust. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Unbekannte, sie hatte lange schwarze Haare, bereits den Einkaufsmarkt verlassen. Neben Bargeld erbeute die Frau auch zwei Kreditkarten.
Taschendiebe, so die Polizei, treiben ihr Unwesen derzeit nicht nur auf den Weihnachtsmärkten, sondern suchen sich ihre Opfer auch weiterhin in größeren oder kleineren Einkaufsmärkten. Stets versuchen sie, vor allem Frauen abzulenken, indem sie diese anrempeln oder - wie hier geschehen - in scheinbare harmlose Gespräche zu verwickeln.
Daher rät die Polizei in derartigen Situationen zur besonderen Vorsicht. Unter dem Motto "Tasche zu und Augen auf" informiert die Polizei auch im Internet unter www.polizei.nrw.de/minden-luebbecke
Ebenfalls Opfer von Trickbetrügern wurde eine 82-jährige Frau aus Lübbecke am Montagnachmittag in ihrer Wohnung an der Heimstättenstraße. Während einer der Unbekannten vorgab, die Heizungsthermostate in der Wohnung überprüfen zu müssen, durchwühlte sein Komplize das Schlafzimmer der Frau und entwendete das dort aufbewahrte Geld.
Die Seniorin berichtete später der Polizei, dass es gegen 14 Uhr an ihrer Haustür klingelte. Als sie die Tür öffnete, stand vor ihr ein etwa 35 Jahre alter Mann. Dieser erklärte, er müsse die
Thermostate kontrollieren. Zwar wunderte sich die Rentnerin darüber, ließ den Mann aber in die Wohnung.
Während der Unbekannte sie ablenkte, gelangte dessen Komplize unbemerkt die die Räumlichkeiten. Bereits nach wenigen Minuten verabschiedete sich der angebliche Kontrolleur. Da der 82-Jährigen das Geschehen doch merkwürdig erschien, kontrollierte sie anschließend ihre Wohnung und entdeckte den Diebstahl.
Die Polizei warnt vor dem weiteren Auftreten dieser Kriminellen und rät erneut zur allgemeinen Vorsicht gegenüber Fremden an der Haustür.
Mit dem Versuch, per Enkeltrick eine 88-jährige Frau aus Minden-Dankersen um ihr Geld zu bringen, ist ein Unbekannter am Dienstag glücklicherweise gescheitert. Die Seniorin erhielt am Vormittag einen Anruf.
Am anderen Ende der Leitung meldete sich ein junger Mann und gab sich als ihr Enkelsohn aus. Er erzählte der Rentnerin, er befände sich gegenwärtig in der Kanzlei eines Notars in Bad Oeynhausen. Da er eine Wohnung kaufen wolle und sich aber aktuell in einem finanziellen Engpass befände, bat er die Frau dringend um Geld.
Die ließ sich davon aber nicht überrumpeln und empfahl dem Anrufer, sich bei seinem"Onkel" zu melden, da dieser alle Geldangelegenheiten regeln würde.Tatsächlich klingelte wenig später dort das Telefon. Der Mann durchschaute den Betrugsversuch umgehend und beendete das Gespräch.
Die Polizei geht davon aus, dass es in nächster Zeit wieder vermehrt im Kreis zu derartigen betrügerischen Anrufen kommen wird. Insbesondere Angehörige von älteren Menschen sollten diese ausdrücklich auf die Masche mit dem Enkeltrick hinweisen, so die Empfehlung der Beamten. (Text und Foto: Polizei)