Polizei warnt dringend vor trickreichen Betrügern
Rahden/Petershagen -
Rahden
Die moderne Kommunikationstechnik haben offenbar Betrüger für sich genutzt, indem sie eine 63-jährige Rahdenerin glauben ließen, mit der Polizei bzw. der Staatsanwaltschaft zu telefonieren. Unter dieser Legende ergaunerten die Unbekannten einen hohen Geldbetrag im oberen 4-stelligen Bereich.
Bereits Ende November 2016 erhielt die Rahdenerin einen Anruf von einer angeblichen Mitarbeiterin des Amtsgerichtes Frankfurts. Sie sollte für die Teilnahme an einem Gewinnspiel über 18.000 Euro bezahlen. Gleichzeitig empfahl die Anruferin, zukünftig derartige Gewinnspiele zu meiden. Offensichtlich wollte sie mit diesem Rat das Vertrauen der Frau erschleichen.
Am selben Tag meldete sich dann ein angeblicher Mitarbeiter der Frankfurter Staatsanwaltschaft und ließ durch geschickte Gesprächsführung die Frau glauben, das Gewinnspiel wäre nicht gekündigt worden, wodurch weitere Kosten entstanden seien. Man könnte aber mit den Betreibern verhandeln und die Schadenssumme minimieren.
Zwischenzeitlich rief ein angeblicher Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft die Frau an und teilte mit, dass man gegen eine Betrügerbande ermittle. Diesbezüglich würde die örtliche Polizei Kontakt zu ihr aufnehmen.
Unter der Rufnummer der Polizei Lübbecke 05741-2770, die auf dem Telefondisplay der Geschädigten aufleuchtete, meldete sich ein angeblicher Polizeioberkommissar Schwarz, der die Richtigkeit der mittlerweile fortgeschrittenden Ermittlungen gegen die Betrüger bestätigte.
Dazu sollte die 63-Jährige zwei Beträge im mittleren vierstelligen Bereich überweisen, die nachher wieder zurückgebucht würden. Dieser Bitte kam sie nach.
Erst sehr viel später, als keine Kommunikation mit Staatsanwaltschaft und Polizei mehr stattfand, ahnte die Rahdenerin, dass sie Betrügern ins Netz gegangen war.
In diesem Zusammenhang bittet die Polizei, nicht allzu leichtgläubig der Telefonnummer auf dem Display des eigenen Telefons zu vertrauen. Es gibt mittlerweile technische Möglichkeiten, jeden Anruf mit beliebigen Nummern eines imaginären Anrufers zu versehen.
Weitere Hinweise gibt die Polizei auf ihrer Homepage unter www.polizei-nrw.de/ bekannt.
Petershagen
Eine junge Frau klingelte am frühen Donnerstagnachmittag an der Wohnungstür einer 97-jährigen Seniorin, die an der Bückeburger Straße in Petershagen-Lahde in einem Mehrfamilienhaus wohnt. Die Hausbewohnerin öffnete die Tür.
Daraufhin zeigte ihr die Besucherin einen Pappzettel, auf dem eine alte Frau im Rollstuhl abgebildet war, und forderte ein Glas Wasser. Die pfiffige Seniorin ließ sich aber nicht darauf ein und komplimentierte die Unbekannte hinaus, ohne dass diese die Wohnung betreten hatte.
Allerdings wurde die Wohnungstür dabei nicht wieder richtig verschlossen, denn plötzlich stand die junge Frau im Wohnzimmer der Seniorin. Nachdem die Seniorin die junge Frau der Wohnung verwiesen hatte, stellte sie fest, dass sie bestohlen worden war.
Es fehlt ein aus braunem Leder gefertigtes Schmuckkästchen, das die Seniorin im Schlafzimmer aufbewahrt hatte. Darin befanden sich jeweils eine ein- und eine zweireihige Perlenkette, eine silberne Halskette sowie vier Ringe und zwei Armbanduhren.
Zwischenzeitlich meldeten sich bei der Polizei einige ältere Bürger aus dem Bereich Petershagen, die Anrufe von einer unbekannten jungen Frau erhalten hatten, die offensichtlich den bekannten "Enkeltrick" vorzubereiten versuchte. Das gelang der Unbekannten aber nicht, da die Angerufenen sich nicht hinters Licht führen ließen.
Hinweise zu diesem dreisten Diebstahl nimmt die Polizei in Minden unter ihrer Rufnummer 0571-88660 entgegen.
(Text und Motivfoto: Polizei)
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