Keine Spur einer Leiche im "Blauen See"
Hille -
Das Panorama erinnert ein bisschen an den Schatz im Silbersee. Aber hier lief kein Indianerspiel - hier ging es ganz konkret um eine Aktion zur Aufklärung eines vermuteten Verbrechens: Die Polizei suchte im eiskalten Wasser des "Blauen Sees" in Hille-Oberlübbe im Fall des vermissten Karl Friedrich Meyer nach dessen Leiche. Aber die Suche nach dem Vermissten aus Hüllhorst blieb auch hier erfolglos.
Polizeitaucher aus Bochum durchkämmten den See, fanden im 13 Meter tiefen Gewässer
aber keinen Hiweis auf eine Leiche. Die Sicht unter Wasser war im nur 5 Grad kalten Wasser des "Blauen See" klar. Nach einer Stunde im Wasser zogen die Einsatzkräfte gegen 14 Uhr wieder ab.
29 Monate nach dem Verschwinden des Hüllhorsters dürfte dies ein letzter Versuch gewesen sein, die Leiche doch noch vor Prozessende zu finden. Der Beschuldige ist bekanntlich zwischenzeitlich aus der U-Haft entlassen worden. Das Urteil wird Ende März erwarten und wird möglicherweise mit einem Freispruch des Angeklagten enden. (Text und Fotos: Presse-Bild-Agentur NOKem Martin Kemper)