Kai Abruszat und Frank Haberbosch machen Weihnachts-CD
Stemwede/Lübbecke -

Fotos: Oli Krato und die Dorfgemeinschaft „Leben in Wehdem“ / Copyright 2020 KTL Records / Freigabe aller Medien durch Stadt Lübbecke
Die Bürgermeister der Gemeinde Stemwede und der Stadt Lübbecke waren zusammen kreativ. Unter dem Titel „Lass es schnei’n“ ist eine CD entstanden, auf der Kai Abruszat und Frank Haberbosch Lieder und Gedanken zur Weihnachtszeit verewigt haben. Die Scheibe, die in diesen Tagen in Kleinauflage erscheint, ist als Aufmerksamkeit für die Bewohnerinnen und Bewohner der Alten- und Pflegeeinrichtungen in Stemwede und Lübbecke gedacht und soll den Menschen dort zum Weihnachtsfest in schwieriger Zeit eine kleine Freude bereiten.
Kai Abruszat hat sein musikalisches Talent schon häufiger unter Beweis gestellt. „Lass es schnei’n“ ist auch nicht der erste Tonträger, auf dem der ehemalige Landtagsabgeordnete zu hören ist. In Stemwede hatte es vor zwei Jahren schon einmal ein weihnachtliches CD-Projekt gegeben, an dem Abruszat stimmgewaltig beteiligt war. Anders verhält es sich bei Frank Haberbosch. Der sagt von sich selbst, seine Singstimme sei „eher geeignet, eine Büffelherde in die Flucht zu schlagen“. Die Arbeitsteilung auf der CD folgt dieser nicht ganz ernst gemeinten Einsicht: Abruszat besorgt den Gesang, Haberbosch steuert das gesprochene Wort bei, darunter das Gedicht „Wünsche an den Weihnachtsmann“ von Heinz Schenk.
Für die musikalische und tontechnische Umsetzung sorgte Uli Werner. Singende und reimende Verwaltungschefs sind eher nicht das Tagesgeschäft des erfahrenen Musikers, Produzenten und Radiomachers. Statt dessen hat Werner schon jede Menge illustre Kundschaft vor seinem Mikrofon gehabt. Zu seinem Bekanntenkreis zählten und zählen Schlagergrößen wie Bata Illic („Michaela“), Peter Kent („It’s a Real Good Feeling“) sowie der erst im Juni verstorbene Werner Böhm alias Gottlieb Wendehals („Polonäse Blankenese“).
Auch Haberbosch und Abruszat sind für Werner alte Bekannte: der eine schon als unmittelbarer Nachbar am Gartenzaun, der andere als Gast in seinem Kellerstudio. Kai Abruszat hatte hier auch schon einmal eine CD als Geburtstagsgeschenk für seine Mutter eingesungen, und auch die Stemweder „Weihnachtszauber“-CD von 2018 hatte Uli Werner produziert.
An der Idee, gemeinsam eine „interkommunale“ CD aufzunehmen, habe man schon länger gesponnen, berichtet Abruszat: „Ursprünglich hatte ich dabei an ein größeres Wohltätigkeits-Projekt gedacht, unter Beteiligung von Chören und Orchestern in Stemwede und Lübbecke“. Dann kam Corona, und alles musste mehrere Nummern kleiner ausfallen. Am Ende schrumpfte die Besetzung auf vier Beteiligte. Neben den Bürgermeistern und Uli Werner ist bei „Leise rieselt der Schnee“ Abruszats Büromitarbeiterin Janine Andes zu hören, die als Sängerin des Stemweder Chores „Echolot“ kein Neuland betreten musste.
Als gesichert darf gelten, dass die Bürgermeister ihren Spaß hatten. Den haben sie durchaus öfter. Seit ihrem zeitgleichen Amtsantritt vor fünf Jahren hat sich über das Dienstliche hinaus und über Parteigrenzen hinweg eine Freundschaft entwickelt, die die beiden pflegen – und aus der heraus sie regelmäßig Überraschendes aus dem Hut zaubern. So tauschten Abruszat und Haberbosch vor zwei Jahren für einen Tag die Rathäuser, um sich in der jeweils anderen Kommune umzusehen und sich mit frischen Ideen für die eigene Verwaltung zu versorgen.
Und was ist, wenn irgendwer „Lass es schnei’n“ eher zum Lachen finden sollte? „Dann haben wir alles richtig gemacht“, sagt Haberbosch und Abruszat fügt hinzu: „Mit oder über uns – Lachen ist gesund, und Gesundheit ist das, was wir uns in diesen Tagen am meisten für die Menschen wünschen."
(Text: Andreas Püfke - Stadt Lübbecke)