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Großeinsatz der Polizei gegen Einbrecher

Minden-Lübbecke -

Einen der größten Einsätze gegen den Wohnungseinbruchsdiebstahl im Kreis Minden-Lübbecke führt die Polizei derzeit mit hohem personellen Aufwand durch. Rund 80 Beamte überprüfen im Zuge der Aktion "Riegel vor in OWL" an unterschiedlichen Orten im Kreisgebiet Fahrzeuge und Personen.  Darüber hinaus wurden auch bei einigen Verdächtigen Wohnungen durchsucht. Mit dieser Aktion beteiligen sich die heimischen Ordnungshüter an dem zeitgleich stattfindenden Einsatz aller Polizeibehörden in ganz Ostwestfalen-Lippe. Um sechs Uhr hatte die Polizei den Einsatz gestartet, der bis in die Abendstunden andauern wird.

Grund für diesen Einsatz sind die vermehrt zu registrierenden Einbrüche in unserem Kreis: In den ersten 10 Monaten des Jahres 2012 mussten die Beamten insgesamt 463 Wohnungseinbruchsdiebstähle registrieren. Das bedeutete einen Anstieg um annähernd 13 Prozent gegenüberdem Vorjahr, in dem 410 Delikte gemeldet wurden.

Mit der heutigen Initiative soll nicht nur der Kontrolldruck auf die bekanntermaßen sehr mobilen Tätergruppen erhöht und Erkenntnisse über deren Reisewege gewonnen werden, sondern auch dazu beitragen, die Strukturen organisierter Banden, die oftmals aus dem osteuropäischen Raum stammen, transparenter zu machen.

"Die groß angelegte Kontrollaktion ist ein weiterer Schritt der Polizei, damit sich die Menschen im Kreis Minden-Lübbecke in ihren Häusern und Wohnungen sicher fühlen", sagt Landrat und BehördenleiterDr. Ralf Niermann. Die seit kurzem bestehende Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft im Netzwerk "Zuhause sicher", bei der es um Beratungsangebote zum Einbruchsschutz geht, ergänzt diese Bemühungen.

Die Kontrollen in Bad Oeynhausen auf der Mindener Straße, sie stellt eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen der A 30 und der A 2her sowie auf der B 482 in Porta Westfalica verstärken nicht nur den Druck auf die im Kreisgebiet aktiven Tätergruppen, sondern erhöhen auch das Risiko für auswärtige Einbrecherbanden, welche die betreffenden Strecken im Transitverkehr nutzen.

Einen der größten Einsätze gegen den Wohnungseinbruchsdiebstahl im Kreis Minden-Lübbecke führt die Polizei derzeit mit hohem personellen Aufwand durch. Rund 80 Beamte überprüfen im Zuge der Aktion "Riegel vor in OWL" an unterschiedlichen Orten im Kreisgebiet Fahrzeuge und Personen.

Bereits am Morgen hatten die Beamten im Zuge von zwei Wohnungsdurchsuchungen in Minden  bei einem 18-Jährigen und einem 26-Jährigen Diebesgut aufgefunden und sichergestellt. Bei dem 18 jährigen Mindener fanden die Beamten eine X-Box, die zweifelsfrei aus einem Wohnungseinbruch vom Oktober 2012 in Minden stammte, und mehrere Schmuckstücke, die den entsprechenden Straftaten noch zugeordnet werden müssen.

Bei der Durchsuchung der Wohnung eines 26-jährigen Mindeners wurde umfangreicher Schmuck, darunter zahlreiche Uhren, Ketten und Ringe, sichergestellt, der ebenfalls aus Straftaten stammt.

Bei der großangelegten Verkehrskontrolle in Bad Oeynhausen am Nachmittag kontrollierten die Beamten 122 Autos und 153 Personen. Dabei fielen zwei verdächtige Männer aus Osteuropa auf. Überprüfungen ergaben bis jetzt keinen Zusammenhang mit aktuellen Einbrüchen aus unserer Region. Darüber hinaus stellten die Beamten mehrere Verkehrsverstöße fest. So musste zum Beispiel ein aus Polen stammender Mann eine Sicherheitsleistung zahlen, da sein Fahrzeug samt Anhänger erheblich überladen war.

Die Polizei setzt ihre Kontrollen auf der B 482 im Lauf des Nachmittages fort.

Wenn die Polizei wegen eines Einbruchs gerufen wird, sind die Täter meistens schon weg. Deshalb richten die Beamten ihren Fokus nicht ausschließlich auf die Aufklärung von Straftaten, sondern sie möchten es gar nicht erst so weit kommen lassen. Aus diesem Grund gingen am Nachmittag und in den Abendstunden in Bad Oeynhausen und 
Minden jeweils zehn Beamte in ausgewählten Wohngebieten auf Streife. Sie motivieren mit hilfreichen Informationen Immobilienbesitzer und Wohnungsmieter zu effektivem Schutz ihres Eigentums. Denn ungesicherte und oftmals unzureichend beleuchtete Häuser laden Einbrecher regelrecht ein. Beamte des Kommissariates Prävention und Opferschutz sind unterwegs, um Schwachstellen an Häusern auszumachen und die Verantwortlichen für eine Optimierung des Einbruchsschutzes zu gewinnen. Eine kostenlose und individuelle Beratung durch besonders geschulte Beamte hat schon manchen Hausbesitzer davor bewahrt, Opfer eines Einbruchsdiebstahls zu werden.

Doch auch die Mithilfe der Bürger bei der Eindämmung des Einbruchsdiebstahls ist nach wie vor sehr wichtig. So helfen unverzügliche Meldungen über verdächtige Personen, Einbrecher noch bei der Tatausführung zu ergreifen oder sie in Tatortnähe festzunehmen. "Rufen Sie uns umgehend über die bekannte Nummer 110 an!" lautet daher der polizeiliche Appell an alle aufmerksamen Nachbarn. (Text und Foto: Polizei)