Gemeindepsychiatrischer Verbund auf Kreisebene gegründet
Minden-Lübbecke -

Ein wichtiger Schritt für die psychische Gesundheit im Kreis Minden-Lübbecke: Der Gemeindepsychiatrische Verbund (GPV) hat sich Ende April offiziell gegründet. In diesem Netzwerk haben sich alle großen Institutionen zusammengeschlossen, die in der Versorgung psychisch erkrankter Menschen des Kreises tätig sind. Dazu gehören u.a. die Mühlenkreiskliniken, der Wittekindshof, die Diakonie Stiftung Salem, Sucht- und Selbsthilfeeinrichtungen sowie der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamts. Gemeinsam wollen sie die psychische Versorgung im Kreis verbessern – früher, zielgerichteter und für alle Betroffenen zugänglicher.
Durch die enge Zusammenarbeit der Mitglieder sollen Lücken in der Versorgung geschlossen und die strukturelle Prävention und Gesundheitsförderung im Kreis vorangetrieben werden. Der GPV plant in seiner weiteren Tätigkeit, auch die Zusammenarbeit mit Hausärzt*innen, niedergelassenen Psychotherapeut*innen, Schulen und sozialen Einrichtungen auszubauen.
„Psychische Gesundheit geht uns alle an. Mit dem GPV schaffen wir ein starkes Netzwerk, das Betroffenen und ihren Angehörigen Unterstützung bietet – von der Frühintervention bis zur langfristigen Begleitung“, so Landrat Ali Doğan. „Dieser Verbund ist ein Meilenstein für unseren Kreis gerade mit Blick auf die derzeitigen gesellschaftlichen Herausforderungen den Gesundheitsschutz zum Wohl aller Bürger*innen zu stärken.“
Auch Mario Hartmann, Geschäftsführer des Medizinischen Zentrums für seelische Gesundheit der Mühlenkreiskliniken, betont die Bedeutung der Initiative: „Die Gründung des GPV ist ein entscheidender Schritt, um die psychische Versorgung in der Region nachhaltig zu stärken. Durch die Bündelung unserer Kompetenzen können wir Betroffenen noch besser helfen und die Gesellschaft für das Thema psychische Gesundheit sensibilisieren“.
Die Gründung des GPV ist auch Zeichen der Solidarität: Psychische Belastungen und Erkrankungen betreffen Menschen aller Altersgruppen und sozialer Schichten. Mit dem Verbund wird so ein klares Signal gesendet: Niemand muss allein mit seinen Problemen kämpfen. Durch Aufklärung, niedrigschwellige Angebote und eine enge Zusammenarbeit der Institutionen soll die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen weiter abgebaut werden.