Folgenreicher Unfall auf Landstraßenkreuzung
Espelkamp/Porta Westf. -
Bei einem schweren Verkehrsunfall am frühen Donnerstagmorgen in Espelkamp wurden zwei Menschen schwer verletzt.
Der Fahrer (49) eines VW Multivan war auf der Diepenauer Straße (L 771) in Richtung Frotheim unterwegs und querte dabei gegen 6.55 Uhr die L 770. Auf dieser fuhr eine 52-Jährige mit ihrem 3er BMW mit Fahrtrichtung Espelkamp. Trotz einer Vollbremsung konnte die BMW-Fahrerin den Zusammenstoß mit dem Multivan auf der Kreuzung nicht mehr verhindern. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der VW in den Straßengraben der Diepenauer Straße geschleudert.
Die beiden beteiligten Autofähre wurden mit schweren Verletzungen in die Krankenhäuser Lübbecke und Rahden eingeliefert. Die L 770 musste während der Unfallaufnahme für rund eine Stunde halbseitig gesperrt werden. Die nicht mehr fahrbereiten Autos wurden abgeschleppt. Der Sachschaden wird auf rund 10.000 Euro taxiert.
Mittwochnachmittag verlor in Porta Westfalic-Lerbeck ein Radfahrer die Kontrolle über Rad und stürzte auf die Straße. Dabei prallte er seitlich gegen einen an ihm vorbeifahrenden Pkw. Der junge Mann zog sich schwere Verletzungen zu und wurde ins Klinikum Minden eingeliefert.
Gegen 15.20 Uhr fuhr der 21-Jährige mit seinem Fahrrad auf dem linken Gehweg der Hausberger Straße stadteinwärts. Zur gleichen Zeit fuhr ein Autofahrer (51) mit seinem VW in Richtung Minden. Als er mit seinen Pkw in Höhe der Straße Geistgarten war, kam der ihm entgegenkommende Fahrradfahrer im Bereich einer Fahrbahnverengung auf dem Gehweg ins Schlingern. Dieser verlor die Kontrolle und prallte seitlich gegen das Auto und zog sich die Verletzungen zu.
Der Sachschaden wird auf zirka 1.000 Euro taxiert. Während der Unfallaufnahme musste die Hausberger Straße für rund eine Stunde gesperrt werden.
Die Verkehrsspezialisten der Polizei führten am Dienstag, 10. März 2015, gezielte Fahrradkontrollen durch. An verschiedenen Unfallschwerpunkten im Stadtgebiet Minden wurde den ganzen Tag über kontrolliert. Hintergrund ist der immer noch hohe Anteil von Fahrradfahrern an Verkehrsunfällen. Erst am Mittwoch verunglückte in Porta Westfalica-Lerbeck ein Fahrradfahrer (21) schwer (siehe Bericht oben). Er hatte einen Gehweg in falscher Richtung befahren und war anschließend mit einem Auto zusammengestoßen.
Die Beamten kontrollierten von 7 bis 21 Uhr an insgesamt 15 Unfallschwerpunkten. Von den 230 kontrollierten Fahrradfahrern verhielt sich knapp über die Hälfte verkehrskonform. Trotzdem sprachen die Einsatzkräfte 110 Verwarnungen aus. Bei 49 davon konnte von einem Verwarngeld abgesehen werden. Über zwei Drittel der mit Verwarngeld geahndeten Delikte war auf die falsche Nutzung von Radwegen zurückzuführen. Ein Verwarngeld wurde auch für das Telefonieren beim Radfahren erhoben.
An über einem Viertel (26,7 %) aller Unfälle im Kreisgebiet war im Jahr 2014 ein Radfahrer beteiligt. Dabei verunglückten insgesamt 268 Personen. Allein in Minden waren es 118 Radler. Eine Vielzahl von Unfällen unter der Beteiligung von Fahrradfahrer ist auf Verstöße gegen die vorgeschriebene Straßen-, und Fahrbahnbenutzung sowie gegen das Rechtsfahrgebot zurückzuführen. Daher kontrollierte die Polizei an den ausgewerteten Unfallstellen. (Text und Foto: Polizei)