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Feuer in Grundschule durch Brandstiftung

Bad Oeynhausen -

Ganz besonnen und ruhig ist die Grundschule in Rehme-Oberbecksen am Dienstagmittag evakuiert worden, nachdem in einer Klasse ein Feuer ausgebrochen war. Weder die rund 100 Kinder noch ihre Lehrer kamen zu Schaden, jedoch wurde der Hausmeister mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert.

Nach Untersuchungen eines Experten der Mindener Kripo am Mittwoch - er nahm den Klassenraum eingehend unter die Lupe - geht die Polizei von Brandstiftung als Ursache für das Feuer aus. Hinweise auf eine technische Ursache fand der Experte nicht.

Die Ermittlungen ergaben, dass das Feuer in einem unverschlossenen Schrank in dem leeren Klassenraum ausbrach. Der Schrank wurde durch die Flammen stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Kripo vermutet, dass eine oder mehrere Personen in einem unbeobachteten Augenblick den
unverschlossenen Raum betraten, den Schrank öffneten und das Feuer legten. Den Schaden schätzt die Polizei auf 20.000 bis 30.000 Euro.

Starker Qualm war zunächst aus einem in einem Tiefgeschoss gelegenen Klassenraum, in dem zu diesem Zeitpunkt kein Unterricht stattfand, ins Freie gedrungen. Normalerweise wird der Raum von einer Klasse der zweiten Jahrgangsstufe genutzt. Die Schulleitung veranlasste sofort die Räumung der Schule. Gleichzeitig wurde die Feuerwehr alarmiert. Gegen 13.17 Uhr erreichte die Alarmmeldung zudem die Polizei.

Schulleiterin Ivette Brinkmann und ihre Kolleginnen sorgten dafür, dass alle Kinder gemäß den vorgesehenen Alarmierungsplänen sicher zu dem nahegelegenen Sportplatz kamen, der als Sammelpunkt diente. Nach Einschätzung von Feuerwehr und Polizei handelten die Beteiligten dabei sehr besonnen. Dabei zahlte sich aus, dass erst im Juni eine Brandschutzübung erfolgreich absolviert wurde. Auch Bürgermeister Klaus Müller-Zahlmann eilte zur Brandstelle und verschaffte sich vor Ort einen Überblick. (Text: Polizei)