Fachtagung beleuchtete Rassismus und Diskriminierung
Minden-Lübbecke -
Das Kommunale Integrationszentrum lud zur Veranstaltung mit der Fragestellung, ob eine diskriminierungssensible Gesundheitsversorgung gelingen kann, ein. Damit beschäftigten sich rund 60 Teilnehmende im Kreishaus auf der Fachtagung „Neutral behandelt? – Zwischen Pflegepraxis und Patientenerleben: Diskriminierung und Rassismus im Gesundheitswesen“ im Kreishaus Minden.
Zwei Vorträge bildeten den fachlichen Auftakt und setzten wichtige Impulse für die Auseinandersetzung mit Rassismus und Diskriminierung im Gesundheitswesen.
Ergänzend boten vier Workshops Gelegenheit, einzelne Aspekte des Themas zu vertiefen, verschiedene Sichtweisen, eigene Erfahrungen einzubringen und gemeinsam über Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren.
Die Veranstaltung verdeutlichte eindrücklich, dass Diskriminierung nicht nur in persönlichen Begegnungen, sondern auch in Routinen, Kommunikationsstrukturen und institutionellen Rahmenbedingungen auftreten kann. Eine respektvolle und gleichwertige Versorgung erfordert deshalb sowohl die Reflexion individueller Haltungen als auch die Auseinandersetzung mit bestehenden Strukturen.
Die Fachtagung stieß auf großes Interesse und ermöglichte offenen Austausch. Sie brachte neue Perspektiven für eine Gesundheitsversorgung ein, in der alle Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Sprache oder Religion respektvoll behandelt werden.