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Banküberfall: Noch keine Spur vom Täter

Petershagen -

Noch keine heiße Spur hat die Polizei von dem Bankräuber, der am Dienstagmorgen die Sparkassenfiliale in Petershagen-Windheim überfallen hat. Zwar gingen mittlerweile einige Hinweise bei den Ermittlern ein, die brachten die Beamten bisher aber nicht entscheidend weiter.

So wurden unter anderen Beobachtungen zu verschiedenen Fahrzeugen mitgeteilt. Diese Angaben wurden, soweit möglich, von den Ermittlern des Kriminalkommissariat 2 bereits überprüft. Da der Räuber nach dem Überfall mit einer schweren Reisetasche flüchtete, hoffen die Beamten, dass der damit recht auffällig wirkende Mann von Anwohnern, Passanten oder Autofahrern gesehen wurde. Daher bittet die Polizei auch weiterhin um Zeugenhinweise unter Telefon 0571-88660.

Und das war passiert

Ein maskierter und mit einer Pistole bewaffneter Unbekannter hatte zwei der drei Angestellten bedroht und lediglich Hartgeld erbeutete. Zum Zeitpunkt des Überfalls war die Geschäftsstelle an der Hans-Lüken-Straße noch nicht für den Publikumsverkehr geöffnet. Verletzt wurde niemand. Allerdings erlitten die Frauen einen Schock und wurden anschließend psychologisch betreut. Eine Fahndung der Polizei nach dem Flüchtigen brachte bis zum Mittag keinen Erfolg.

Ersten Ermittlungen der Beamten zufolge war der circa 1,70 bis 1,75 Meter große und dunkel gekleidete Räuber zu einem bisher unbekannten Zeitpunkt über einen Lichtschacht gewaltsam in den Kellerbereich des Gebäude eingedrungen. Dort wartete er dann auf die Angestellten.

Als die zwei Frauen den Tresor öffneten, tauchte plötzlich der Unbekannte vor ihnen auf und hielt ihnen die Waffe vor. Dabei verdeckte eine auffällig weiße Maske das Gesicht des Räubers. Auf seine Forderung nach dem Bargeld äußerten die Angestellten, dass lediglich Münzen im Tresor gelagert würden. Offenbar erstaunt darüber, ließ sich der Bankräuber dennoch zwei Beutel mit Hartgeld aushändigen. Diese verstaute er in seine mitgebrachte Reisetasche und verließ das Gebäude durch einen Seiteneingang.

Eine weitere Sparkassenmitarbeiterin - sie hielt sich in einem Büro im Erdgeschoss auf - wurde auf den Überfall aufmerksam und löste den Alarm aus. Dieser ging um kurz vor halb zehn bei der Einsatzleitstelle der Polizei ein. Als der erste Streifenwagen an der Bank eintraf, war der Unbekannte schon verschwunden.

Er soll mit einem leichten osteuropäischen Akzent gesprochen haben und hatte eine etwas stämmig wirkende Figur. Ob der Gesuchte seine Flucht eventuell mit einem in der Nähe abgestellten Fahrzeug, möglicherweise auch einem Fahrrad, fortsetzte, ist gegenwärtig unklar. Daher hoffen die Ermittler, dass der Flüchtige nach dem Überfall von Zeugen beobachtet wurde. (Text: Polizei)