Automat gesprengt - aber keine Beute
Porta Westfalica -
Unbekannte haben in der Nacht zu Sonntag den Fahrkartenautomaten auf dem Bahnsteig in Porta Westfalica aufgesprengt. An das Geld kamen die Täter allerdings nicht heran. Dafür verursachten sie aber einen Sachschaden von rund 25.000 Euro.
Um kurz nach 8 Uhr am Sonntagmorgen erhielt die Polizei einen Hinweis auf den zerstörten Automaten. Beamte der Kriminalwache entdeckten bei der Spurensicherung noch im Gerät steckend die Überreste einer selbstgebastelten Rohrbombe. Durch umherfliegende Splitter waren zudem Teile des Pavillons leicht beschädigt worden.
Der gut gesicherte Geldschacht hatte der Explosion aber stand gehalten. Offenbar hatten die Täter zuvor einige Holzbretter aus einem angrenzenden Zaun gelöst und sich so direkten Zugang zum Bahnsteig verschafft.
Wann sich die Explosion in der Nacht ereignete, ist noch unklar. Die Polizei bittet um Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen unter Telefon 0571-88660.
Nicht zum ersten Mal wurde der Automat das Ziel von Kriminellen. Wie berichtet, ereignete sich am 19. Januar 2014 dort eine gleich gelagerte Tat. Auch dabei wurde kein Geld erbeutet. Anfang des Jahres registrierte die Polizei im angrenzenden Niedersachsen vor allem entlang der A2 vermehrt derartige Automatensprengungen. Nicht nur wegen der jüngsten Sprengung in Porta Westfalica stehen die Mindener Beamten nach wie vor mit ihren niedersächsischen Kollegen in Verbindung. Eine heiße Spur gibt es bisher aber nicht. (Text und Foto: Polizei)