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2015 mehr Unfälle im Mühlenkreis als 2014

Minden-Lübbecke -

Im Kreis Minden-Lübbecke hat es im Jahr 2015 mehr Verkehrsunfälle als im Jahr davor. Damit bildet der Mühlenkreis keine Ausnahme, denn diese Entwicklung gab es landesweit in ganz NRW.

Während es kreisweit zu insgesamt 8527 Verkehrsunfällen kam, ereigneten sich 2015 landesweit 604.060 ( 2014: 583.251 ) Verkehrsunfälle. Bezogen auf das Kreisgebiet stellt dies die erhebliche Zunahme von 1319 Verkehrsunfällen gegenüber dem Vorjahr (7208) dar. Differenziert betrachtet kam es 2015 zu 945 Verkehrsunfällen mit Personenschaden (Leicht-, Schwerverletzte und Getötete) und 7582 Verkehrsunfällen mit Sachschaden. Im Vergleich der Zahlen zum Vorjahr wird schnell klar, dass sich die erhebliche Zunahme an Verkehrsunfällen im Bereich der „Sachschäden“ widerspiegelt.

Im Kreis Minden-Lübbecke hat es im Jahr 2015 mehr Verkehrsunfälle als im Jahr davor.

Bei der Vorstellung der Zahlen für 2015 verwies Landrat Dr. Ralf Niermann als Chef der Kreispolizeibehörde darauf, dass „die Unfallstatistik von Licht und Schatten gekennzeichnet ist. So verzeichneten man zwar mehr Unfälle, aber weniger Verkehrstote sowie Leicht- und Schwerverletzte im Mühlenkreis".

In 1725 Fällen handelt es sich um schwerwiegende Verkehrsunfälle. 5857 Sachschadenunfälle (2014: 4822) waren im Hinblick auf die Unfallfolgen von geringer Bedeutung (ehemals „Bagatellunfälle“).

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle stieg im Jahr 2015 nach einem deutlichen Rückgang in den Jahren 2013 und 2014 erheblich an. Die Anzahl von 8527 Verkehrsunfällen ist eine Zunahme von 1319 (+18,3 %) Verkehrsunfällen. Damit liegt die Anzahl an Verkehrsunfällen in 2015 um 908 (+11,9 %) über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre (7619 Verkehrsunfälle). Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Sachschaden liegt um 949 Verkehrsunfälle (+14,3 %) über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre (6633 Verkehrsunfälle). Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden war im Jahr 2015 erfreulicherweise wieder rückläufig (-3,9 % / -38 Verkehrsunfälle). Im Vergleich der 5-Jahres-Betrachtung bleibt damit das Jahr 2015 um 41 Verkehrsunfälle (-4,2 %) unter dem Durchschnittswert von 986.

Die Anzahl der Verunglückten im Kreis Minden-Lübbecke war im Jahr 2015 erfreulicherweise rückläufig. 2015 verunglückten bei Verkehrsunfällen im Kreisgebiet insgesamt 1208 Menschen (-5,2 %; in 2014 waren es noch 1274 Verunglückte). 16 Menschen starben bei diesen Unfällen. Die Anzahl der getöteten Verkehrsteilnehmer sank damit gegenüber dem Vorjahr 2014 (17) um eine Person (-5,9 %).

Ums Leben kamen

  • 6 Pkw-Insassen (5 Fahrer/ 1 Mitfahrer)
  • 3 Motorradfahrer
  • 1 Kleinkraftradfahrer
  • 1 „Pedelec“-Fahrer (bis 25 km/h)
  • 3 Fahrradfahrer und
  • 2 Fußgänger

Unterschieden nach Lebensalter waren unter den Getöteten: 

  • 1 Kind (7 Jahre / aktiver Fahrradfahrer)
  • 4 Junge Erwachsene (18-24 Jahre / 3 Pkw-Fahrer, 1 Mitfahrer)
  • 7 Erwachsene (25-64 Jahre / 3 Motorradfahrer, 2 Pkw-Führer, 1 Kleinkraftradfahrer, 1 Fußgänger) und 
  • 4 Senioren (ab 65 Jahre - 1 „Pedelec“-Fahrer, 2 Fahrradfahrer, 1 Fußgänger). 

Fünf der bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommenen Personen starben ohne Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer bei sogenannten „Alleinunfällen“.

Oftmals führten mehrere Ursachen zur Entstehung eines Verkehrsunfalls. Vorrangige Ursachen für die Verkehrsunfälle mit Getöteten waren in 

  • 5 Fällen die überhöhte Geschwindigkeit
  • 2 Fällen das Fehlverhalten beim Überholen
  • 2 Fällen die Missachtung der Vorfahrt / des Vorrangs
  • 1 Fall ein Abbiegefehler und in
  • 6 Fällen „Andere Fehler beim Fahrzeugführer“. 

In zwei dieser Fälle gab es Hinweise auf eine Ablenkung des Fahrers durch die Nutzung eines Mobiltelefons. Örtlich betrachtet kann festgestellt werden, dass sich die Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang kreisweit verteilen. In acht der elf Kommunen kam es im Kreis Minden - Lübbecke zu solch schweren Verkehrsunfällen. Lediglich Hille, Preußisch Oldendorf und Hüllhorst blieben verschont. Sowohl in Stemwede als auch in Petershagen kam es zu je drei Unfällen dieser Kategorie.

Verkehrsunfallflucht mit Personenschaden 

Die Anzahl der Verkehrsunfallfluchten mit Personenschaden sank um 1 Fall (-1,2 %) auf 82 Verkehrsunfälle. Davon konnten 59 Fälle (72 %) geklärt werden. Die Aufklärungsquote liegt damit geringfügig um 1,5 %-Punkte unter dem Wert des Vorjahres (73,5 %). Bei den 82 Verkehrsunfällen mit unerlaubtem Verlassen des Unfallortes wurden insgesamt 88 Personen (Vorjahr 94) verletzt bzw. getötet. Es wurden 2 Personen getötet (Minden und Porta Westfalica), 9 schwer und 77 leicht verletzt.

Verkehrsunfallflucht mit Sachschaden 

Die Anzahl der Verkehrsunfallfluchten mit Sachschaden erhöhte sich deutlich um 167 Fälle (+13 %) auf 1453 (2014: 1286). Davon konnten 699 Fälle (48,1 %) geklärt werden. Die Aufklärungsquote sank damit zum Vorjahr um 3,1 %-Punkte. Bei den Verkehrsunfallfluchten mit Sachschaden handelt es sich vielfach um Bagatellunfälle auf Parkplätzen, bei denen der Verursacher nur sehr schwer zu ermitteln ist.

(Text: Polizei/Kreis Minden-Lübbecke / Foto: Archiv/Polizei)

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