2014 war mehr Falschgeld im Umlauf
Minden-Lübbecke -
Einen Anstieg von Falschgeld hat die Polizei im Kreis Minden-Lübbecke mit Ende des Jahres 2014 festgestellt. In den letzten Monaten des vergangenen Jahres stieg die
Zahl deutlich an. Auch im Januar setzte sich dieser Trend fort.
Doch nicht nur der Mühlenkreis ist offenbar von dieser Entwicklung betroffen. Laut Bundesbank ist die Zahl der Fälschungen um 63 Prozent gegenüber 2013 gestiegen. So wurden nach deren Angaben im Jahr 2014 rund 63.000 falsche Euro-Banknoten im Nennwert von 3,3 Millionen Euro registriert.
Im heimischen Kreisgebiet tauchten immer wieder die 20 und 50-Eurobanknoten als Blüten auf. Vor allem bei Banken und Geldtransportunternehmen wurden bei internen Prüfungen falsche Noten entdeckt und der Polizei übergeben. Die leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des "Inverkehrbringen von Falschgeld" ein.
Am häufigsten, so die Feststellungen der Ermittler, wird das Falschgeld in Geschäften unter die Leute gebracht. Betroffenen sind da beispielsweise Bäckereifilialen oder Tankstellen. So nutzen die Kriminellen gerne Zeiten aus, in denen viel Kundschaft im Geschäft ist. Dann bleibt dem Kassenpersonal kaum Zeit, um Geldscheine auf ihre Echtheit zu überprüfen.
Trotz dieser Zeitnot ist es für den Einzelhandeln ratsam, Banknoten stets aufmerksam zu prüfen, denn für Falschgeld gibt es keinen Ersatz, betont die Polizei. Ob ein Schein falsch oder echt ist, lässt sich vor allem durch das Prinzip "Fühlen-Sehen-Kippen" erkennen. Bei Stückelungen bis 20 Euro kann so der Perlglanzstreifen auf der Rückseite des Scheines geprüft werden. Ab dem 50-Euroschein betrifft dies den Farbwechsel bei der Wertzahl. Zusätzlich können UV-Lampen als Hilfsmittel eingesetzt werden. Deren Benutzung allein erziele aber nicht immer ein eindeutiges Prüfergebnis, so die Polizei.
(Foto und Text: Polizei)