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Volksbank Lübbecker Land festigt ihre starke Marktposition

Lübbecke -

VB-Bilanz 2020
Dr. Friedhelm Lehrich (rechts) und Dr. Christian Lücker wurden als Aufsichtsratsmitglieder wiedergewählt. Fotos: Volksbank Lübbecker Land

Die Volksbank Lübbecker Land hat ein solides Gesamtergebnis erzielt – trotz der historisch niedrigen Zinsen und eines vielfach verunsichernden Weltgeschehens. „Wir haben unsere starke Marktposition erneut gefestigt und in einigen Kernbereichen wiederum zugelegt“, resümierten die Vorstände Ralf Rehker und Andreas Schwarze. „Motor unseres Wachstums war insbesondere das robuste Kundengeschäft mit Zuwächsen sowohl bei den Kundeneinlagen auch als im Dienstleistungsgeschäft.“

So kletterte die Bilanzsumme um vier Prozent auf 1,19 Milliarden Euro, getragen vor allem von den Kundeneinlagen. Diese stiegen um ebenfalls vier Prozent auf 870 Millionen Euro an. Im Dienstleistungsgeschäft sorgte eine anhaltende Nachfrage nach Immobilien für höhere Erträge. Unter dem Strich stand bei der Volksbank Lübbecker Land ein Bilanzgewinn von 0,85 Millionen Euro.

Bei der Gewinnverwendung schlägt die Genossenschaftsbank einen ungewohnten, aber nachvollziehbaren Kurs ein: Sie schüttet 2020 keine Dividende an ihre rund 26.000 Mitglieder aus. Stattdessen wird aus dem Bilanzgewinn nach der Zuweisung in Rücklagen ein Gewinnvortrag von etwa 577.000 Euro gebildet. Im Jahr 2021 wird es somit zur Beschlussfassung über die Ausschüttung einer regulären Dividende für 2020 plus des Gewinnvortrags aus 2019 kommen. Die Vertreterinnen und Vertreter der Volksbank Lübbecker Land stimmten mit großer Mehrheit für diese Vorgehensweise.

Der Verzicht auf die Zahlung hat einen einfachen Grund. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sah – im Einklang mit der Europäischen Zentralbank – angesichts der Covid-19-Pandemie und der folgenden Rezession die Notwendigkeit, dass die Banken bis Jahresende 2020 keine Dividende an ihre Aktionäre ausschütten. Für den Fall des Nichteinhaltens dieser Empfehlung hatte die BaFin mit Sanktionen gedroht. „Unsere Bank wäre aufgrund ihres Jahresergebnisses 2019 und der Eigenkapitalausstattung in der Lage, eine angemessene Dividende zeitnah auszuschütten. Dennoch sind wir der Vorgabe der BaFin gefolgt“, so die Vorstände Ralf Rehker und Andreas Schwarze.

Kontinuität herrscht im Aufsichtsrat: Die zur Wiederwahl stehenden Mitglieder Dr. Friedhelm Lehrich (Lemförde) und Dr. Christian Lücker (Preußisch Oldendorf) wurden jeweils einstimmig im Amt bestätigt.

Zum Genossenschaftswesen zählt, dass die Vertreterinnen und Vertreter, die die Interessen der Mitglieder wahrnehmen, solche Beschlüsse innerhalb einer Vertreterversammlung treffen. Mit Blick auf die Pandemie konnte das „Bankenparlament“ aber nicht als Präsenzveranstaltung tagen. Die Lösung: ein mehrstufiges schriftliches Verfahren, innerhalb dessen die Vertreterinnen und Vertreter die wichtigsten Infos zur Entwicklung der Bank zugeschickt bekamen, sie telefonisch Fragen an den Vorstand richten und später zu Hause auf dem Stimmzettel ihre Kreuzchen machen konnten. „Dies war gegenwärtig die beste Lösung für uns alle“, waren die Bankvorstände zufrieden.
(Text: Christian Spönemann – Volksbank Lübbecker Land)