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Tipps und Warnhinweise für Hitze und Trockenheit

Minden-Lübbecke -

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Hitze und Trockenheit haben Deutschland und auch den Kreis Minden-Lübbecke seit Wochen fest im Griff – Europa ist der Kontinent, der sich durch den Klimawandel am stärksten erwärmt. Die anhaltende Hitze und die zunehmende Trockenheit stellen Mensch, Natur und Wirtschaft vor wachsende Herausforderungen. Aktuell sind das vor allem die steigende Waldbrandgefahr, Wassermangel und gesundheitliche Risiken.  
Besonders ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, Schwangere sowie Menschen mit Vorerkrankungen reagieren empfindlich auf anhaltende Hitze. Ausreichendes Trinken, der Aufenthalt im Schatten sowie das Meiden der Mittagshitze helfen, gesundheitliche Beschwerden bis hin zum Hitzschlag zu vermeiden. Für die Bürgerinnen und Bürger hat der Kreis Minden-Lübbecke eine Übersichtskarte mit kühlen Orten und öffentlich zugänglichen Trinkwasserstellen zur Verfügung gestellt. Sie erleichtert es, schattige Aufenthaltsorte zu finden und sich unterwegs mit Trinkwasser zu versorgen.

Neben den bereits bekannten Regeln – keine offenen Feuer im Wald, keine Zigarettenkippen wegschmeißen, nicht mit einem heißgelaufenen Motor auf trockenen Grasflächen parken etc. – ist es wichtig, aufmerksam durch den Wald zu gehen, um Feuer möglichst frühzeitig zu entdecken. Dazu erläutert der Leiter des Regionalforstamtes OWL Holger-Karsten Raguse die Lage in den Wäldern: „In Zeiten des immer unübersehbarer werdenden Klimawandels stehen unsere Wälder durch häufiger auftretende Extremwetter, vor allem durch längere Trocken- und Hitzeperioden unter enormem Stress. Das erhöht unter anderem auch bei uns das Risiko für Waldbrände erheblich. Langfristig versuchen wir Forstleute dieses Risiko durch Entwicklung von artenreichen Mischbeständen zu verringern. Die Witterungseinflüsse lassen sich jedoch kurzfristig nicht ändern. Entscheidend bei der Bekämpfung von Waldbränden, sind sie erst einmal entstanden, ist das Verhalten der Menschen: durch wachsame Jugendliche und die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten von Feuerwehr und Rettungsdienst über Polizei, Forstverwaltung und Anwohnerschaft konnte so beispielsweise der Brand auf dem Wiehengebirgskamm am 28. Juli rasch komplett gelöscht und eine weitere Ausbreitung verhindert werden.“ Zu diesem Thema, zur Arbeit der Forstleute und zur Vielfalt unseres Waldes veranstaltet das Regionalforstamt gemeinsam mit Landrat Ali Doğan am 25. September eine passende Fahrradtour für alle Interessierten.
 
„Nach einem vielversprechenden Frühjahr sind die Getreideerträge überwiegend hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Unter der anhaltenden Hitze und Trockenheit leiden inzwischen auch andere Kulturen – vielerorts „schlafen die Rüben“. Große Sorgen bereiten den Landwirtinnen und Landwirten zudem die Zwischenfrüchte: Sie keimen zwar aus, gehen aufgrund der ausbleibenden Niederschläge jedoch vielfach unmittelbar wieder ein. Die Folge ist, dass die Flächen voraussichtlich länger unbewachsen bleiben. Dadurch können bei Starkregen Nährstoffe leichter ausgewaschen werden, gleichzeitig steigt das Risiko von Bodenerosion“, erklärt Dr. Bernhard Rump von der Landwirtschaftskammer NRW.
Die diesjährige Hitze- und Trockenheitsperiode ist länger als im Vorjahr. Bereits im Juni gab es im Kreis Minden-Lübbecke eine Hitzewelle im Frühsommer mit neuen Temperaturrekorden. Die Hitze und Trockenheit blieb.

Quelle: Kreis Minden-Lübbecke, Symbolfoto: Archiv