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Tankstelle Vieker wird "Schwarz-Gelb"

Lübbecke -

Aus Blau-Weiß wird Schwarz-Gelb: Dabei geht es jedoch nicht um Fußballfarben, sondern um die Farbkombination, mit der die Tankstelle Vieker an der Bohlenstraße in Lübbecke demnächst geschäftlich in Erscheinung treten wirdAus Blau-Weiß wird Schwarz-Gelb: Dabei geht es jedoch nicht um Fußballfarben, sondern um die Farbkombination, mit der die Tankstelle Vieker an der Bohlenstraße in Lübbecke demnächst geschäftlich in Erscheinung treten wird. Denn ihre Tage "unter der Flagge Aral" sind gezählt. Am 31. Dezember 2013 läuft der Vertrag zwischen der Familie Oevermann und dem Sprit-Multi Aral aus.

Und da in mehreren Verhandlungsrunden keine Einigung über die Fortsetzung des Vertrages erzielt werden konnte, wechseln die Betreiber nun die Unternehmensfarben - und damit auch den Treibstofflieferanten. "Classic" mit Sitz in Nienburg/Hoya wird demnächst die Tanks für Diesel und Benzin füllen. Bis es soweit ist, muss allerdings noch umfangreich umgebaut und umgerüstet werden. Dafür wird die Tankstelle ab 1. Januar 2014 für etwa sechs bis acht Wochen geschlossen.

Aus Blau-Weiß wird Schwarz-Gelb: Dabei geht es jedoch nicht um Fußballfarben, sondern um die Farbkombination, mit der die Tankstelle Vieker an der Bohlenstraße in Lübbecke demnächst geschäftlich in Erscheinung treten wird. Mit diesem Wechsel endet eine Geschäftsverbindung zwischen Aral und der Familie Vieker/Oevermann, die in den 1950-er Jahren begann und seitdem erfolgreich ausgebaut worden war. Firmengründer war Ernst Vieker. Er verkörperte das, was so manchem heute noch unter der Bezeichnung "Tankwart" in Erinnerung ist. Denn der war "Chef" an den damals noch wenigen Tanksäulen und bediente die Kunden mit Aral-Kraftstoff. Und was heute eine Art Supermarkt im Kleinen ist, war zu jener Zeit eine Art Glaskasten, in dem es die wichtigsten Dinge gab, um ein Auto betriebsbereit zu halten: z.B. destilliertes Wasser, Zündkerzen und Scheinwerferbirnen.

Doch das änderte sich kontinuierlich. Mehrfach wurde die Tankstelle Vieker um- und ausgebaut. Ernst Vieker's Tochter Luise und ihr Ehemann Wilhelm Oevermann stellten dabei entscheidende Weichen, um das Bestehen des Betriebes in einer Zeit zu sichern, in der zahlreiche Mitbewerber den harten Wettkampf in der Branche nicht "überlebten". Und mit dem Wechsel des Kraftstoff-Anbieters Aral zu Classic gehen die Enkelkinder Christine Neubauer und Henrich Oevermann in 3. Generation nun diesen Weg konsequent weiter.

Denn in den der Neuorientierung vorausgehenden Verhandlungen mit der Aral AG habe man keine "für unsere Kunden und uns zufrieden stellenden Konditionen erreichen können. Problematisch war dabei in unseren Augen hauptsächlich die Preispolitik der Aral AG. Diese war in den letzten Monaten weder für uns und erst recht nicht für unsere Kunden verständlich oder nachvollziehbar", heißt es u.a. in einem Schreiben von Christine Neubauer und Henrich Oevermann an ihre Stationskunden. Der Wechsel zum neuen Treibstofflieferanten "Classic" habe den Vorteil kurzer und schneller Entscheidungswege, wenn es um die marktrelevante Anpassung der Preise gehe. Das garantiere zukünftig "bewährte Qualität zum fairen Preis" zum Vorteil für Privat- wie auch Gewerbekunden.

Ein weiterer Service in Sachen Flexibilität ist, dass die neue Tankkarte "Roadrunner" zukünftig auch an der "Classic"-Tankstelle in Espelkamp sowie an der Q1-Tankstelle des Autohauses Schmale in Blasheim akzeptiert wird.

Im Rahmen des Umbaus wird die gesamte Tanktechnik ausgetauscht und ein neues Abrechnungssystem installiert. Die mittlerweile 20 Jahre alten Tanks, Leitungen und Zapfsäulen werden komplett erneuert - entsprechend heutiger Serviceerwartungen der Kunden und Umweltauflagen.

Der Tankstellenshop wird ebenfalls umgestaltet - aber nur in eher geringem Umfang, wie die beiden Betreiber betonen. Denn im Shop-Bereich sind Angebot und Präsentation in jüngerer Vergangenheit stets auf neuestem Stand gehalten worden.

Deutlich aber verändern wird sich das äußere "Gesicht" der Tankstelle Vieker - eben von "Aral blau-weiß" zu "Classic schwarz-gelb". Dafür müssen Werbesäulen und Fassaden komplett neu gestaltet werden. Und das dauert eben seine Zeit - insbesondere im Winter, wenn diese Arbeiten nur bei entsprechenden Außentemperaturen erledigt werden können.

Unsere Foto zeigen in der Mitte Firmengründer Ernst Vieker, der noch als "Tankwart" die Kunden bediente; unten: Wilhelm Oevermann, der gemeinsam mit seiner Frau, Ernst Vieker's Tochter Luise, wichtige Weichen in der zweiten Generation stellte.  

Und hier die Meinung eines HALLO LÜBBECKE Facebook-Fans zu dem Wechsel:

Uwe schreibt: dann weiß man wenigstens wo man als BVB Fan demnächst tanken kann