Schulische Sprachförderung durch ABC-Klassen
Minden-Lübbecke -

Bianca Winkelmann im Landtag NRW.
Die Beherrschung der deutschen Sprache ist entscheidend für den Schulerfolg. In Nordrhein-Westfalen hat deshalb das Landeskabinett am Dienstag (13. Januar) den Weg geebnet für die Einführung sogenannter ABC-Klassen. Diese sollen als verpflichtende Kurse einen Grundstandard im Bereich der Sprachkompetenz sicherstellen. Bianca Winkelmann begrüßt die geplante Einführung und wird diese in der weiteren Debatte im Schulausschuss des Landtages positiv begleiten.
„Ein besserer Schulstart und in Verlängerung auch eine bessere Schulkarriere sind im Interesse aller Schülerinnen und Schüler in unserem Land“, unterstützt Bianca Winkelmann die geplante Einführung. Zum Zeitpunkt der Einschulung sei es notwendig, dass alle Kinder über die Sprachkompetenz verfügten, dem Unterricht adäquat folgen und sich in diesen aktiv einbringen zu können. Winkelmann weiter: „In der geplanten Reform sehe ich einen echten Paradigmenwechsel im Land, den ich ausdrücklich gutheiße.“
Die Verbindlichkeit der neuen ABC-Klassen ist hierbei eine wichtige Grundlage. Als Grundlage zur Beurteilung der Sprachkompetenz soll die einheitliche Feststellung des Sprachstands dienen, die bei der Anmeldung an öffentlichen Schulen und an Ersatzschulen in privater Trägerschaft vorgenommen wird.
Um ausreichende Vorläufe dafür zu schaffen, soll die Schulanmeldung auf das Frühjahr des Jahres vor der Einschulung vorgezogen werden. Daraufhin ist bei Förderbedarf ein verpflichtender Besuch der ABC-Klasse in der Regel zweimal pro Woche für jeweils zwei Stunden vorgesehen. Weitere Details zur konkreten Ausgestaltung und zu den weiteren Rahmenbedingungen hat das Landeskabinett als Grundlage der Debatte ausgearbeitet.