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Schockanrufer betrügen 54-jährige Frau

Minden-Lübbecke -

Weiterhin sind Unbekannte mit den so genannten Schockanrufen im Kreis Minden-Lübbecke aktiv. Jüngstes Opfer dieser Betrüger wurde am Mittwoch eine 54-jährige Frau aus Minden. Sie erhielt zur Mittagszeit einen Anruf eines angeblichen Rechtsanwaltes. Dieser teilte ihr in russischer Sprache mit, dass ihrSohn einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe, wobei ein 13-jähriges Mädchen aus England sehr schwer verletzt worden sei.

Um die Kosten der Krankenhausbehandlung für das Kind in Höhe von 5.000 Euro bezahlen zu können, müsse sofort eine Anzahlung geleistet werden. Dann übergab dieser "Rechtsanwalt" den Telefonhörer an den vermeintlichen Sohn. Dieser bestätigte mit weinerlicher Stimme kurz den Vorfall.

Die 54-Jährige glaubte die Stimme ihres Sohnes erkannt zu haben und zweifelte nun nicht mehr an der Glaubwürdigkeit der Anrufer. Sie bot daraufhin als Anzahlung mehrere hundert Euro sowie ihren Goldschmuck an. Noch während der Betrüger ihr am Telefon berichtete, dass gleich ein Mann käme, um das Geld abzuholen, klingelte es bereits an der Haustür.

Die Frau übergab dem Abholer das Geld sowie den Schmuck und erhielt dafür noch eine Art Quittung. Danach verschwand der etwa 18 bis 21 Jahre alte und zirka 1,80 bis 1,85 Meter große Unbekannte sofort wieder. Als die 54-Jährige wenig später ihren Sohn auf dessen Arbeitsstelle anrief, fiel der Schwindel auf.

Die Polizei geht davon aus, dass die Kriminellen auch weiterhin imKreisgebiet nach potenziellen Opfer aus dem russischstämmigen Bereichsuchen werden. Die Beamten warnen daher ausdrücklich vor dieser Betrugsmasche und raten sich von Anfang an auf keinerlei Gespräch einzulassen oder gar Geld zu übergeben. Vielmehr sollte umgehend die Polizei verständigen werden, so der Hinweis der Experten. (Text: Polizei)