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Polizei warnt vor reisenden Betrügern

Minden-Lübbecke -

Juwelier Diekmann

Ein Einwohner aus Petershagen hat kürzlich einen Anruf einer angeblichen Mitarbeiterin eines Juweliers "Diekmann" erhalten. Die Frau erkundigte sich, ob der Mann wertvollen Schmuck oder Gold besäße und diese Dinge zum Verkauf stünden. Für einen Ankauf käme man gerne vorbei, so dass scheinbar freundliche Angebot der Unbekannten. Die Polizei vermutet hinter diesem Anruf allerdings Trickbetrüger.

Auch dem Petershäger kam das Gespräch dubios vor, zumal ihm bei dem Telefonat auffiel, dass die Rufnummer unterdrückt war. Die von ihm eingeschalteten Polizisten werten diesen Umstand für ein klares Indiz, dass es sich nicht um einen seriösen Anruf handelte.

Daher warnen die Beamten vor derartigen Angeboten. Die Polizei im benachbarten Niedersachsen kennt diese Anrufe des vermeintlichen Juweliers "Diekmann" seit längerer Zeit. Möglicherweise haben sich die Kriminellen nun den Kreis Minden-Lübbecke als neues Tätigkeitsfeld für ihre Masche ausgesucht, so die Vermutung der heimischen Ermittler.

Reisende Teerkolonne

Eine Teerkolonne ist gegenwärtig im Altkreis Lübbecke unterwegs und bietet Hausbesitzern den Hof oder die Garagenzufahrt billig zu asphaltieren. Doch diese Dienstleistungen sind nach Erfahrungen der Polizei oftmals von minderwertiger Qualität.

Genau das stellten aktuell auch zwei Geschädigte aus Lübbecke-Blasheim und Hüllhorst-Büttendorf fest. Sie erstatteten jetzt Anzeige wegen Betruges. Nach Angaben der Opfer wurden die Arbeiten nicht fachmännisch ausgeführt. In einem Fall kassierten sie 1.000 Euro, im zweiten erhielten sie einen Scheck über 5.000 Euro.

Die Polizei im Kreis Minden-Lübbecke warnt grundsätzlich vor solchen Teerkolonnen, die oftmals mit Fahrzeugen aus Irland oder Großbritannien unterwegs sind. Die Männer geben vor, über Teer zu verfügen, den sie zu einem Sonderpreis verarbeiten würden. Dabei treten sich forsch und überzeugend auf. Häufig gibt es dann Probleme bei der Bezahlung, da die Männer am Ende der Arbeiten mehr Geld verlangen als ursprünglich ausgemacht war, oder die Qualität der ausgeführten Arbeiten erweist sich als ausgesprochen mangelhaft.

Die Beamten empfehlen, auf derartige Angebote niemals einzugehen, die Kennzeichen der Fahrzeuge zu notieren und die Polizei zu verständigen. Mit dem weiteren Auftreten der Kolonne im Kreisgebiet ist nach Einschätzung der Ermittler zu rechnen. (Text: Polizei)