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Planungsproblem gelöst: BESTA zahlt 1,5 Mio €

Lübbecke -

Die Firma BESTA Eisen- und Stahlhandelsgesellschaft mbH beabsichtigte ursprünglich, ihren Betriebsstandort in der Rauhen Horst in Richtung Westen zu erweitern. Dazu hätte es Veränderungen im Naturschutzgebiet geben müssen, und das vom Tierschutzverein Lübbecke und Umgebung e.V. in direkter Nachbarschaft der BESTA betriebene Tierheim hätte weichen müssen.

Nach mehrjährigen Planungen und Vorbereitungen teilte die BESTA im Sommer 2014 der Stadt Lübbecke mit, dass sie an der Planung und Umsetzung der Westerweiterung nicht mehr festhalten wolle und alle diesbezüglichen Maßnahmen einzustellen seien.

Angesichts dieser Entwicklung stellte sich seitdem die Frage, wie die Zukunft des Tierheims aussieht und welche Handlungsmöglichkeiten für den Tierschutzverein und die Stadt Lübbecke bestehen.

Nach konstruktiven Verhandlungen zwischen der Stadt Lübbecke, der BESTA und dem Tierschutzverein steht jetzt - vorbehaltlich der Genehmigung durch den Haupt- und Finanzausschuss - der Abschluss eines einvernehmlichen Vertrages bevor. Ziel der Vereinbarung ist es, die Interessen des Tierschutzvereines, der Stadt und der BESTA abzugleichen und zur Verhinderung von Rechtsstreitigkeiten eine für alle Beteiligten tragbare Lösung zu finden.

„Wir sind überzeugt, dass mit einer Ausgleichssumme in Gesamthöhe von 1.500.000 € sowohl große Teile des ursprünglich vereinbarten Tierheimneubaus als auch der Vorleistungen der Stadt abgegolten werden“, erklärt BESTA-Geschäftsführer Focke Löschen. „Dass für unser Unternehmen dabei durch den Erwerb des heutigen Tierheimgrundstücks auch eine Flächenreserve entsteht, ist angesichts unseres Verzichts auf die große Erweiterung ein gutes Signal für unseren Standort Lübbecke“, so Löschen weiter, „und besonders wichtig ist für uns, dass wir den Tierschutzverein mit einer Spende als Teil der Gesamtzahlung direkt unterstützen können.“

Die Firma BESTA Eisen- und Stahlhandelsgesellschaft mbH beabsichtigte ursprünglich, ihren Betriebsstandort in der Rauhen Horst in Richtung Westen zu erweitern.

Große Freude über die Einigung und Zahlungsankündigung herrscht im Vorstand des Tierschutzvereines. „Mit einer Zahlung in dieser Größenordnung steht die Finanzierung des Tierheimneubaus auf einer soliden Grundlage. Wir sind zwar jetzt gefordert, dass wir die Deckungslücke im Vergleich zu den geschätzten Kosten für den geplanten Neubau schließen, sehen aber mit einem neuen Tierheim vor allem einen wesentlichen Baustein für eine gesicherte Zukunft unserer Arbeit für den Tierschutz“, blicken die Vereinsvorsitzenden Karin Kleine und Cornelia Rosemann optimistisch in die Zukunft.

Auch Bürgermeister Eckhard Witte freut sich: „Es ist gut für Lübbecke und gut für alle Beteiligten, dass wir unter Federführung meines Baudezernates durch moderate Verhandlung diese einvernehmliche Lösung gefunden haben. So kann der Tierschutzverein auch weiterhin die für die Stadt Lübbecke und die umliegenden Städte und Gemeinden so wichtige Aufgabe der Versorgung von aufgefundenen Tieren übernehmen.

Gleichzeitig sehen wir es als positives Signal, dass die Interessen der Firma BESTA gewahrt werden können und die Verantwortlichen sensibel und verantwortlich mit der Situation umgegangen sind.“ (Text: Sabine Oldemeier - Stadt Lübbecke)