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Langfinger schlagen überall zu

Minden-Lübbecke -

Opfer von Taschendieben wurde eine 55-jährige Frau aus Minden bei ihrem Einkauf in einem Bekleidungsgeschäft an der Stiftstraße am späten Mittwochnachmittag. Dabei benutzten die Diebe, ein Mann und eine Frau, den so genannten "Rempeltrick", um ihr Opfer abzulenken.

Erst an der Kasse bemerkte die 55-Jährige bei einem Blick in ihre Handtasche, dass ihre Geldbörse verschwunden war. Sie berichtete anschließend der Polizei, dass sich zuvor im Geschäft ein Pärchen derart an ihr vorbei gedrängelt hatte, dass sie dadurch leicht gegen einen Wäscheständer gedrückt wurde. Neben dem Geld beklagt die Frau noch den Verlust des Personalausweises sowie der EC-Karte und der Krankenkarte.

Opfer von Taschendieben wurde eine 55-jährige Frau aus MindenBereits Ende September hatte die Polizei kreisweit mit einem Aktionstag unter dem Motto "Augen auf und Tasche zu" auf das Vorgehen derartiger Langfinger aufmerksam gemacht. Überall da, wo viele Menschen zusammenkommen und Gedränge herrscht, finden Taschendiebe ihre Opfer.

Die Trickdiebe gehen dabei meist arbeitsteilig im Team vor: Das Opfer wird scheinbar unabsichtlich angerempelt oder es wird nach der Uhrzeit oder dem Weg gefragt. Ein Mittäter nimmt die Geldbörse oder das Handy aus den Taschen und verschwindet unauffällig. Die Opfer bemerken häufig erst später, dass sie bestohlen wurden. Daher rät die Polizei auch weiterhin zur Aufmerksamkeit und gesunder Skepsis.

Dass eine unter dem Autositz deponierte Handtasche kein gutes Versteck vor Langfinger ist - diese schmerzliche Erfahrung musste eine 53 Jahre alte Frau aus Bad Oeynhausen am Mittwochnachmittag auf einem Waldparkplatz in Bad Oeynhausen-Rehme machen.

Sie hatte ihren Wagen gegen 11.30 Uhr am Waldrand am Borweg abgestellt. Bevor sie zu dem rund einstündigen Spaziergang mit ihrem Hund aufbrach, versteckte sie die mit Geldbörse, EC-Karte, Handy sowie Ausweis- und Fahrzeugpapieren bestückte Tasche unter dem Beifahrersitz. Als sie zurückkehrte, fiel ihr sofort die eingeschlagene Seitenscheibe auf. Anschließend erstattete sie Anzeige bei der Polizei und sperrte umgehend ihr Bankkonto.

Zwar war die Handtasche von außen nicht zu sehen, doch dies stellt nach Erfahrung der Polizei eine nur scheinbarer Sicherheit dar. Autoknackern sind sämtliche Verstecke in einem Fahrzeug hinlänglich bekannt. Daher rät die Polizei grundsätzlich keine Wertsachen und Bargeld im Fahrzeug zu lassen. Dies gilt auch für ein mobiles Navigationsgerät oder ein Notebook. "Ein Auto ist kein Safe", lautet die einfache Devise der Beamten. (Text und Foto: Polizei)