Landrat will sicherere Bahnübergänge
Minden-Lübbecke -
Für mehr Sicherheit an Bahnübergängen hat sich Landrat Dr. Ralf Niermann beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Dr. Peter Ramsauer, eingesetzt. „Nichtreflektierendes Absperrband oder kleine weiße Kreuze auf der defekten Lichtzeichenanlage entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen, wenn es auf einer vielbefahrenen Landesstraße bei einem unbeschrankten Bahnübergang einen technischen Ausfall gibt“, so Dr. Niermann.
"Diese Vorsichtsmaßnahmen stehen in keinem Verhältnis zu der hohen Gefahr für die Verkehrsteilnehmer. Außerdem sollte es eine Informationspflicht für die Deutsche Bahn geben, technische Ausfälle gegenüber dem Straßenbaulastträger, der Polizei oder der zuständigen Verkehrsbehörde zu melden.“ Dr. Niermann hat Bundesminister Ramsauer gebeten, die Sicherheitsstandards an Bahnübergängen bei technischen Ausfällen generell überarbeiten zu lassen.
Anlass des Schreibens war ein tragischer Unfall in Espelkamp. Teilnehmer einer Bahnübergangsschau, die die Stadt Espelkamp vor zwei Wochen anberaumt hatte, hatten festgestellt, dass die derzeitige Absicherung des Bahnübergangs in Gestringen den geltenden Regeln entspricht. Aus Sicht des Landrats besteht dennoch die Notwendigkeit, diese Standards auf den Prüfstand zu stellen.
Die von der Deutschen Bundesbahn (DB) angekündigte mobile Schranken- und Lichtzeichenanlage am Bahnübergang in Gestringen ist noch nicht installiert. Dr. Niermann hat daher nun auch die DB aufgefordert, die Wiederherrichtung beziehungsweise die Planung für einen Neubau des Bahnübergangs voranzutreiben, an dem am 9. Januar eine 14-Jährige tödlich und ihre Großeltern schwer verletzt worden waren. (Foto: Polizei)