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IHK besucht „versteckte Perle“ GRECO GmbH

Lübbecke -

Mit der GRECO Technik GmbH besuchte die Mindener Zweigstelle der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) während der 13. IHK Sommerbereisung eine „versteckte Perle“ der Lübbecker Wirtschaft. Mit der Bereisung unter dem Titel „Unternehmen in Marktnischen“ nahm die IHK Einblicke in die hoch interessanten „Welten“ von spezialisierten Unternehmen. Die kleine Delegation wurde von IHK-Vizepräsident Fritz Drabert geführt.

Geschäftsführer Ralf Greve, ehemaliger Mitarbeiter von Boge Elastmetall in Damme, gründete GRECO im Jahr 1997 in Lübbecke-Alswede Im Paradies. Das Unternehmen öffnete sich erstmals seit seinem Bestehen für eine Besuchergruppe. Es erbringt Ingenieurleistungen für besonders anspruchsvolle Konzeptentwürfe, Artikel- und Baugruppenentwicklungen und Werkzeugkonstruktionen. Zu den Kunden zählen renommierte Unternehmen wie beispielsweise der Hausgerätehersteller Miele & Cie. KG und der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen AG. Rund 70 bis 80 % des Umsatzes wird in der Automobilindustrie getätigt. Für Miele konstruierte GRECO am Bildschirm des CAD-Computerarbeitsplatzes eine Waschmaschinentür. Für ZF entwickelte GRECO Fahrzeug-Automatikschaltungen und für andere Kunden Produkte wie Pkw-Frischluftdüsen und Möbelbeschläge. Kein Kunde ist mehr als 100 Kilometer von Lübbecke entfernt.
Mit der GRECO Technik GmbH besuchte die Mindener Zweigstelle der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) während der 13. IHK Sommerbereisung eine „versteckte Perle“ der Lübbecker Wirtschaft.

Das Unternehmen verfügt derzeit über zwölf Mitarbeiter. Vier Mitarbeiter arbeiten in China. Dieser Standort wurde mit Unterstützung der dortigen Auslandshandelskammer (AHK) aufgebaut und betrieben. Den Kontakt zur AHK knüpfte Ralf Greve bei einer Reise der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld zur Expo in Shanghai im Jahr 2010. Insgesamt war Geschäftsführer Greve bisher 41mal in China.
Die Konstruktion und damit der kreative Teil erfolgt komplett in Deutschland, die Ausarbeitungen aber aufgrund des hohen Kostendrucks zu rund 70 Prozent in China. Aufgrund des rapiden Preisverfalls von rund 50 Prozent innerhalb von fünf Jahren wurde die von GRECO in Eigenregie in einer Gewerbehalle in Lübbecke und anschließend in Hille-Unterlübbe aufgebaute Werkzeugherstellung wieder eingestellt. Die Herstellung der Spritzguss-Werkzeuge findet deshalb aktuell in China statt. Die Produktion der Kunststoffteile aus diesen Werkzeugen erfolgt anschließend in Deutschland.

Die Krise im Jahr 2009 spürte das Unternehmen mit hohen Umsatzrückgängen sehr deutlich. Durch einen vorgezogenen Auftrag eines Kunden konnte GRECO jedoch diese Durststrecke durchstehen.

Kunden gewinnt GRECO nicht über Werbung, sondern über „Mund-zu-Mund-Propaganda“. Das gilt ebenfalls für Fachkräfte. Eingestellt werden vornehmlich Praktiker, die Erfahrungen aus Konstruktionsabteilungen in Unternehmen mitbringen. Die Mitarbeiter kommen aus der Region. Die Ausbildung neuer Mitarbeiter dauert rund ein halbes Jahr. Im Zuge der Expansion sucht das Unternehmen zur Zeit neue Mitarbeiter im Bereich Artikelentwicklung und Projektleitung für technische Kunststoffteile, sowohl in China, als auch in Deutschland.

Unser Foto zeigt von links André M. Fechner (Arbeitgeberverband Minden-Lübbecke e. V.), Michael Lax (Stadt Minden), Bernd Hoffmann (Dankerser Geschäftsleute e. V.), Oliver Gubela (Kreis Minden-Lübbecke), Claus Buschmann (Stadt Lübbecke), Eckard Witte (Bürgermeister Stadt Lübbecke), Ernst-Wilhelm Rahe (Mitglied des Landtages NRW), Markus Hannig (Stadtwerke Lübbecke GmbH), Ralf Greve (Geschäftsführer GRECO Technik GmbH), Frauke Schwietert (Agentur für Arbeit Herford), Fritz Drabert (IHK-Vizepräsident), Wolfgang Hüsing (Werbegemeinschaft Minden e. V.), Diedrich Diedrichsen (Heinz Schwarz GmbH & Co. KG), Peter Scherf (Volksbank Mindener Land eG). (Text und Foto: IHK)

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