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Heinz Schmidt: Eine Sportlegende wird 80

Pr. Oldendorf -

10, 20, 40, 100 Kilometer laufen? Für Heinz Schmidt ist das kein utopisches Ziel. Der passionierte Leichtathlet aus Preußisch Oldendorf hat diese Distanzen in seiner sportlichen Karriere gemeistert und darüber hinaus sehr viel Aufbauarbeit für den OTSV geleistet.

So richtig gestartet im Bereich Leistungssport ist Heinz Schmidt erst 1980. Dabei kamen ihm seine Erfahrungen und Erfolge im Bereich der Leichtathletik und des Turnens zu Gute. Aus den anfänglichen 10 und 20 Kilometer-Strecken wurden schnell Langstrecken. Allein den Hermannslauf ist der im Ort bekannte und beliebte Senior weit über 20 Mal mitgelaufen. 28 Marathonläufe bestritt er in den folgenden Jahren und hatte Lust auf noch mehr.

10, 20, 40, 100 Kilometer laufen? Für Heinz Schmidt ist das kein utopisches Ziel. Höhepunkte dieser Sehnsucht nach dem Extremen waren die Langstrecken in den Schweizer Bergen und 100 km-Läufe. Sein eigenes Talent und seine Leidenschaft für den Sport stellte er dann auch dem OTSV zur Verfügung und konnte dabei auf die Erfahrungen seiner Tätigkeit bei seinem früheren Verein, dem ESV Minden, zurückgreifen. Dort war er jahrelang als Abteilungsleiter aktiv.

In dieser Funktion agierte Heinz Schmidt auch über Jahrzehnte im größten Sportverein der Stadt Preußisch Oldendorf und war maßgeblich an vielen Entwicklungen beteiligt. So hilft er bis heute bei der Leitung der Turngruppe und baute die Abteilung Leichtathletik neu auf, organisierte Turnfeste und Jugendreisen nach Spanien, betreute das Sportabzeichen und verhalf den heimischen Talenten zu individuellen Erfolgen bei Meisterschaften, Cross- und Volksläufen.

Belohnt wurde sein Engagement vielfach. Heinz Schmidt wurde mit der Ehrennadel in Silber des DLV (Deutschen Leichtathletikverbandes) ausgezeichnet, erhielt 2014 die Kampfrichtermedaille in Gold, wurde selbst Seniorenmeister bei den Westfälischen Meisterschaften, bestritt bis ins hohe Alter von 72 Jahren regelmäßig Jedermann-10-Kämpfe.

Ganz nebenbei hat er die notwendigen Ausbildungen und Qualifikationen erworben, um auch überregional sein Wissen und Können in den Dienst des Sports zu stellen. So war ein bei etlichen Deutschen und Westfälischen Meisterschaften sowie einer Europäischen Seniorenmeisterschaft als Kampfrichter aktiv. Der vieltalentierte Sportler ist Übungsleiter, Abteilungsleiter, Kampfrichter und auch ausgebildeter Wanderführer. Sein jahrzehntelanges Engagement ist und war prägend für die Entwicklung der Leichtathletikabteilung und sucht seinesgleichen, sagt Anke Westerkamp. Sie selber trifft den agilen Sportler regelmäßig, denn auch heute noch ist der Wochenplan gefüllt.

So sind die Termine des Lauftreffs, der Turn- und Leichtathletikgruppen und das Sportabzeichen, das er selber bereits 34 Mal erworben hat, feste Bestandteile des Kalenders. Alter scheint für Heinz Schmidt kein Hindernis zu sein, Neues zu probieren. Er selber begann erst im Alter von 60 Jahren mit dem Stabhochsprung. Nicht nur der Zeitpunkt für diesen Neustart war eigenwillig, auch die von ihm genutzte Technik, erinnern sich die Wegbegleiter des sportlichen Multitalentes.

Kein Weg war ihm zu weit, wenn es um den Sport ging, sagt auch Inge Kolbe vom Vorstand des OTSV und denkt dabei an die Fahrt nach München vor vielen Jahren. Damals waren engagierte Fürsprecher für einen Sportplatz an der Hauptschule gefragt. Eine kleine Delegation mit dem seinerzeit amtierenden Bürgermeister, Friedhelm Spreen und Heinz Schmidt war in Süddeutschland zur Stelle, um die Angelegenheit mit Nachdruck zu vertreten.

Wenn der bekannte Sportler am 29. Juni seinen 80. Geburtstag im Kreis der Familie und Freunde, mit Wegbegleitern, Nachbarn und natürlich Sportskollegen feiert, wird sich so mancher die Frage nach der Motivation für dieses außergewöhnliche Engagement stellen. Es ist wohl eine gute Mischung innerer Mission, der ehrlichen Begeisterung für den Sport und der bleibende Spaß am Erfolg, die Heinz Schmidt über die lange Zeit begleitet haben.

Geboren in Clausthal-Zellerfeld und nach einer Zwischenstation in Minden lebt Heinz Schmidt seit 1988 gemeinsam mit seiner Frau Gesine in Preußisch Oldendorf. Beide stellen einen großen Teil Ihrer Zeit in den Dienst des Sports. „Herzlichen Glückwunsch“ heißt es am Montag und sicherlich 1000 Mal Danke. (Text und Foto: Silke Birkemeyer)