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Flucht durch die Weser endet in Polizeizelle

Porta Westfalica -

Mit einem Sprung in die Weser wollte ein 17-Jähriger nach seinem Überfall auf einen Taxifahrer der Polizei entkommen. Genützt hat ihm die waghalsige Flucht am späten Donnerstagabend nicht. Beamte konnten den Schüler am anderen Ufer festnehmen. Den 43-jährigen Taxifahrer aus Rinteln hatte der Jugendliche zuvor mit einem so genannten "Totschläger" nicht unerheblich verletzt.

Gegen 22.25 Uhr wurden die Polizisten von dem Opfer alarmiert. Der Mann schilderte ihnen, dass er auf Grund eines Kundenauftrages um etwa 22 Uhr nach Eisbergen gefahren sei. Dort nahm der junge Mann auf dem Beifahrersitz Platz und bat um eine Fahrt zum Bahnhof nach
Hausberge. 

Am Fahrziel angekommen, forderte der Jugendliche für denFahrer völlig unerwartet die Herausgabe seines Geldes und des Handys.Seine in einem auffällig ruhigen Ton geäußerten Forderungenuntermauerte er, indem er demonstrativ einen Schlagstock vorzeigte.

Der Taxifahrer ging darauf nicht ein, sondern fuhr mit seinem Wagen zum nahegelegenen Bordell in der Hoffnung, dort Hilfe zu bekommen. Während der kurzen Fahrt schlug der Jugendliche mehrfach auf den Mann ein. Am SG Club angekommen, sprang der Angreifer aus dem Auto und rannte davon. Dabei entstand noch ein heftiges Gerangel zwischen den Männern. Während das Opfer die Polizei rief, kehrte der Flüchtige überraschend zurück, um seinen in der Aufregung im Wagen zurückgelassenen Rucksack zu holen. Damit verschwand er dann endgültig in der Dunkelheit.

Die bereits nach kurzer Zeit eingetroffenen Polizisten entdeckten den Gesuchten in der Nähe eines dort angesiedelten Entsorgungsbetriebes und sperrten den Bereich mit zahlreichen
Einsatzkräften, darunter auch zwei Diensthundeführer, ab. Daraufhin wagte der 17-Jährige den lebensgefährlichen Sprung ins Wasser. Bevor er die Nacht in der Polizeizelle verbrachte, bekam er von den Beamten trockene Kleidung. Dabei gab der bereits polizeibekannte Jugendliche zu, dass das Wasser "ganz schön kalt" gewesen sei. (Text: Polizei)