Feuerwehr weckt Frau in brennender Wohnung
Porta Westfalica-Lerbeck -
Glück im Unglück hatten die Bewohner eines achtgeschossigen Mehrfamilienhauses (EG plus sieben Etagen) an der Georg-Rost-Straße in Lerbeck. In der Nacht zum Freitag brannte es in der siebten Etage. Gegen 02:06 Uhr hatte ein Mann den Brand bemerkt und sofort die Rettungskräfte verständigt. Bei deren Eintreffen schlugen bereits helle Flammen aus den Fenstern der betreffenden Etage.
Nach ersten Erkenntnissen war der Brand in der Wohnung einer 45-jährigen Bewohnerin ausgebrochen. Die eintreffenden Feuerwehrmänner weckten die Frau aus dem Schlaf und evakuierten die Wohnung, in der sich auch die zwölfjährige Tochter und der 22-jährige Sohn aufhielten.
Durch die rechtzeitige Räumung der brennenden Wohnung blieben deren Bewohner allesamt unverletzt. Sie kamen noch in der Nacht bei Freunden unter.
Zwischenzeitlich gelang es der Feuerwehr unter der Leitung von Wehrführer Michael Schäfer, der später durch Wolfgang Söfker abgelöst wurde, den Brand äußerst schnell unter Kontrolle zu bringen. Durch den sofortigen Löschangriff blieb das Mehrfamilienhaus mit Ausnahme der Brandausbruchswohnung bewohnbar, so dass die Bewohner nach dem Entlüften wieder ihre Räume betreten konnten.
Die Polizei sperrte den Brandort weiträumig ab. Weitere Löschgruppen trafen am Einsatzort ein. Neben der hauptamtlichen Feuerwehr Porta sorgten die Löschgruppen Nammen, Neesen-Lerbeck, Barkhausen und Hausberge für einen "frühzeitigen Feierabend" aller Einsatzkräfte.
Mittlerweile ist die Staatsanwaltschaft Bielefeld eingeschaltet. Die Polizei hat die
Wohnung beschlagnahmt. Nach den Untersuchungen eines Brandermittlers steht eindeutig fest, dass der Brand in einem Zimmer in einer Wohnung in der vorletzten Etage ausbrach. Der eigentliche Brandherd beschränkte sich auf diesen Raum. Die Flammen fanden in den Möbeln sowie dem sonstigen Inventar genügend Nahrung. Die verbrannten Reste wurden von dem Ermittlern genau unter die Lupe genommen. Allerdings ist die Ursache für das Feuer bisher nicht feststellbar. Daher ist beabsichtigt, einen Sachverständigen hinzuzuziehen.
Den Schaden schätzt die Polizei auf rund 20.000 Euro. (Text: Polizei)