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Digital ist Programm in der Academy Fahrschule Welpott

Lübbecke -

Fahrschul-Simulator
Auf dem Simulator können Fahrschüler realitätsnah schon mal für den Praxiseinsatz üben. Das spart Trainingskilometer und schont gleichzeitig das Klima.

Die Älteren unter uns haben ihren Fahrschulunterricht vermutlich immer noch parat: unbequeme Holzstühle vor Tischen, die an schlimmste Pennälerzeiten erinnern, eine Ampel, mit der die Bedeutung von Rot, Gelb und Grün erklärt wurde – und natürlich die aus der „Kreidezeit“ unvergessene Tafel, auf der die einfachen und auch komplizierten Verkehrssituationen zeichnerisch dargestellt wurden. Mal künstlerisch wertvoll, mal „Note 5“, je nachdem, wie begabt der Fahrlehrer auf diesem Gebiet war.

Zugegeben: Das liegt schon Jahrzehnte zurück. Aber so wie die viel beschworene  Digitalisierung in unserem Schulwesen erst mit der Corona-Pandemie richtig Schub bekommen hat, so gibt es ganz sicher auch auf dem Gebiet der Fahrschulausbildung insbesondere in Sachen Theorie digital noch einiges aufzuholen. Das gilt natürlich nicht generell für die gesamte Branche und alle Fahrschulen. Auch hier gibt es – wie im Schulbereich – Vorzeigeanbieter, die auf diesem Gebiet ganz weit vorn mit dabei sind. Zu diesen gehört zweifelsohne die Academy Fahrschule Welpott GmbH mit Hauptsitz in Lübbecke.

Dabei gehören die Welpott Fahrschulen zu den ältesten Anbietern dieser Dienstleistung im Altkreis Lübbecke. Gegründet 1937 von Hans-Erich Welpott, übernahmen seine Söhne Günter, Karl-Heinz und Werner den Familienbetrieb aus seiner Hand. Und in Familienbesitz befindet er sich auch heute noch, inzwischen geleitet von den Geschäftsführern Thomas Welpott und Melanie Welpott. Schon seit längerer Zeit hat sich die Fahrschule Welpott der ACADEMY Holding AG angeschlossen. Sie ist nach eigenen Angaben Branchenpartner Nr.1 auf dem Fahrschulmarkt in Deutschland; die ihr im Franchise-System angeschlossenen Fahrschulen sind der größte Verbund selbständiger Fahrschulen in der Bundesrepublik und profitieren auf unterschiedlichste Weise von dieser Kooperation.

"In jedem Ort eine Fahrschule ist nicht mehr zeitgemäß"

Für Thomas Welpott ist die lange zu beobachtende Idee, dass es in jedem Ort eine Fahrschule geben müsse, nicht mehr zeitgemäß: „Eltern fahren ihre Kinder sowieso, ob im Kindergartenalter, als Schulkind oder als junge Erwachsene. Wenn man als Fahrschule ein gutes Angebot machen will, muss man es zentralisieren. Die Entscheidung, den Hauptsitz unserer Academy Fahrschule Welpott GmbH in die Lange Straße 28 in Lübbecke zu verlegen, war deshalb goldrichtig. Junge Menschen von heute wollen nicht unbedingt sofort die Prüfung machen, sondern arbeiten in Projekten. Zuerst kommen sie und machen die Theorieausbildung, dann pausieren sie häufig und starten mit der Fahrschulausbildung samt Prüfung erst später. Man muss also nicht zwingend Parkplätze vorhalten für Leute, die weder Führerschein noch Auto haben, sondern zum Unterricht gebracht werden.“

Natürlich bietet das Team Welpott auch 2-Wochen-Intensivkurse an für diejenigen, die es ganz besonders eilig haben, mit „Schein“ auf die Straße zu kommen. Wer sich aber noch nicht so richtig traut, für den gibt es in der Zentrale eine tolle „Spielwiese“, nämlich einen Simulator, mit dem man sich ausgesprochen realitätsnah auf das Geschehen auf der Straße vorbereiten und üben kann, z.B. den Schulterblick und das rechtzeitige Bremsen.

Bildergalerie

„Digital“ ist für die Academy Fahrschule Welpott GmbH kein Fremdwort, sondern vielmehr ein Muss. „Bei uns heißt es nicht, Handy aus im Unterricht, sondern Handy an, denn die Geräte werden aktiv in den Lern- und Ausbildungsprozess eingebunden. Mit dem zur Verfügung stehenden Premium-Lernpaket kann jeder Schüler sein gesamtes Programm und die Lerngeschwindigkeit von Anfang an komplett digital steuern. Dieses Programm erkennt bei der Arbeit in Theorie und Praxis die Stärken und Schwächen und passt die Vorgehensweise darauf an. „Wir sind im Altkreis Lübbecke die einzige Fahrschule, die dieses komplette Paket anbietet“, betont Thomas Welpott. Und erklärt mit Blick auf die Corona-Pandemie weiter: „Um das Infektionsrisiko zu minimieren, ist es der Fahrschule auch gestattet, bis 30. September 2020 die komplette Theorie online anzubieten. Aber natürlich geht auch Präsensunterricht. Speziell dafür sind alle unsere Mitarbeiter in Sachen Hygienevorschriften geschult worden, was uns per Zertifikat auch bestätigt wurde.“

Technisch sei das System inzwischen so perfektioniert, dass man sich komplette kontaktlos anmelden kann. „Allerdings bevorzugen wir nach wie vor persönliche Gespräche und Beratungen; die Sicherheit durch die entsprechenden technischen Hilfsmittel ist immer gewährleistet.“

Unterbringung in einer Fahrschulpension

Mittlerweile haben Kunden sogar die Möglichkeit, bei Teilnahme an einer Ferienfahrschule oder Modulschulausbildung in der firmeneigenen Fahrschulpension zu wohnen; das kann 14 Tage oder auch länger sein. Die Kunden können sich hier selbst versorgen, haben dank des Innenstadt-Standortes kurze Wege zum Einzelhandel, absolvieren vormittags die Theorie und nachmittags das Fahrtraining. Erwachsene, die mit dem eigenen Auto kommen, um eine Modulschulung zu machen, z.B. Lkw-Fahrer, erhalten Gutscheine für Mittagessen, die sie in der Fleischerei Wölfing einlösen können und bekommen kostenlose Ausfahrtickets, wenn sie ihren Wagen im Parkhaus abgestellt haben.

Langfristig Komplett-Umstellung auf E-Fahrzeugpark geplant

Dass einer so fortschrittlich agierenden Fahrschule das Thema E-Mobilität nicht fremd ist, versteht sich quasi von selbst. Mit dem Audi E-tron Sportsback gibt's im Fahrzeugpark demnächst den ersten reinen E-Wagen. Langfristiges Ziel der Geschäftsführung ist aber die fast vollständige Umstellung auf E – mit nur noch einem geringen Anteil an Schaltfahrzeugen.

Zu einem will die Fahrschule ihre Kunden verstärkt an die E-Mobilität heranführen, zum anderen reagiert sie mit dieser Umstellung auf den Wegfall der „Automatikregelung“ ab 2021: Dann darf man auch Schaltwagen fahren, wenn man „nur“ Ausbildung und Prüfung auf Automatikwagen absolviert hat. Thomas Welpott: „Mit der Förderung der E-Mobilität wird es immer weniger Schalter geben, denn E-Autos haben ausschließlich Automatikantrieb. Die langfristige Umstellung auf E-Mobilität ist unserer Beitrag zum Klimaschutz; doch schon jetzt sind wir klimaschonend unterwegs, z.B. durch den Einsatz unseres hochmodernen Fahrsimulators, der viele Straßenkilometer erspart. Und weitere Projekte werden folgen.“