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Dank der Kinder ist der größte Lohn

Stemwede -

Gerade mal 16 Lenze kann Lorena Steinkamp auf sich verbuchen. Doch an „ehrenamtlicher Lebenserfahrung“ hat die Schülerin durch ihr Engagement im CVJM Wehdem und dem örtlichen Jugendzentrum „Life House“ schon einiges vorzuweisen.

Wenn sie in Kürze ihren Schulabschluss an der Stemweder-Berg-Schule in der Tasche hat und mit einer auswärtigen Ausbildung ihrem Berufsziel näher rückt, wird sie vor Ort für Ehrenamtliches nur noch sporadisch zur Verfügung stehen können. „Doch ohne ehrenamtliche Beschäftigung mit Kindern geht es bei mir gar nicht mehr“, steht für die quirlige junge Dame schon jetzt fest, dass sie sich in ihrer Freizeit auch an ihrem zukünftigen Wohnort Bielefeld dem Umgang mit Kindern widmen wird.

Gerade mal 16 Lenze kann Lorena Steinkamp auf sich verbuchen. Spiel und Spaß sowie spannende Geschichten aus der Bibel – das faszinierte Lorena schon, als sie als kleiner Steppke den Kinderkreis der örtlichen Kirchengemeinde besuchte. „Mit Hausaufgabenbetreuung, Spielmobil und Ferienspielaktionen hab ich vor drei Jahren im Life House angefangen, mich ehrenamtlich mit Kindern zu beschäftigen“, berichtet sie. „Vom CVJM wurde ich aufgrund dieser Vorerfahrung angesprochen, ob ich nicht dort auch mithelfen wolle.“ Schon immer habe sie Spaß am Umgang mit Kindern gehabt. Kein Wunder, dass ihr Berufswunsch „Heilerziehungspflegerin“ ebenfalls in diese Richtung zielt.

„Der Dank der Kinder ist das Größte. Es ist toll, zu sehen, dass unser ausgearbeitetes Programm ihnen Spaß macht. Doch auch Trösten oder einfach nur Zuhören müssen manchmal sein. Für die Kinder da zu sein gibt mir selbst unwahrscheinlich viel Kraft.“ Kraft braucht Lorena manchmal ganz schön viel. Wöchentlicher Kinderkreis, Konfirmandenfreizeit, die Mitgestaltung der Jugendgottesdienste und ab und an auch im Jugendzentrum der Gemeinde mit Anpacken erfordern neben dem Schulalltag ganzen Einsatz.

„Ich bin ein aktiver Mensch. Da darf es auch schon mal ein bisschen stressiger sein“, so Lorena auf die Frage, wie Schule, Familie und Freunde und Schule unter einen Hut zu bringen seien. „Außerdem sind wir hier ein tolles Team, wenn jemand wirklich mal nicht kann, ist das kein Problem.“ „Nach dem Konfi-Castle, der großen Konfirmandenfreizeit, sind viele Jugendliche ganz begeistert und wollen ehrenamtlich bei uns mitmachen“, berichtet Lorena mit Blick auf die Gewinnung neuer junger Ehrenamtlicher. „Doch ankommen tun nur die wenigsten.“

Viele Vorschriften

Angst vor der Verantwortung oder vor regelmäßigen freiwilligen Verpflichtungen? Auf der Suche nach einer Antwort bleibt der jungen Frau nur ein ratloses Schulterzucken. „Dabei ist es wichtig, dass Nachwuchs nachkommt, denn immer wieder muss sich ein Teil der ‚alten Hasen’ wie ich verabschieden, wenn Berufsausbildung oder Studium einen Wegzug aus der Ortschaft bedeuten.“

Vielleicht schreckten auch immer mehr Richtlinien und Vorschriften interessierte junge Menschen von solch einer Tätigkeit ab. „Dabei kriegen wir bei der Jugendleiterschulung wirklich viele hilfreiche Infos an die Hand. Von der Ersten Hilfe bis zu rechtlichen Dingen ist alles dabei“, hebt Lorena die Juleica-Ausbildung positiv heraus, die sie selbst im vergangenen Jahr über den Kirchenkreis Lübbecke absolvierte. Als Vertiefung und für Jugendfreizeitbetreuung würden weitere Seminare angeboten. „In Verantwortung kann man hier langsam hineinwachsen. Am besten: sich einfach einen Schubs geben und mal reinschnuppern“, empfiehlt sie. „Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.“ (Text: Anja Schubert – AG Ehrenamt)

2014 - Das Jahr des Ehrenamtes

Die Jugendämter im Kreis Minden-Lübbecke sowie die Träger und Verbände aktiver Jugendarbeit haben das Jahr 2014 zum „Jahr des Ehrenamtes in der Kinder- und Jugendarbeit“ ausgerufen. Ziel des Projektes unter Schirmherrschaft von Landrat Dr. Ralf Niermann ist es, Einstiegsmöglichkeiten zu zeigen, um neue Aktive zu gewinnen sowie das Engagement ehrenamtlich tätiger Heranwachsender und junger Erwachsener zu würdigen.

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