Blitzmarathon: Einige sind vergesslich
Minden-Lübbecke -
Nach dem 6. Blitz-Marathon im Kreis Minden-Lübbecke zeigt sich die Polizei zufrieden mit dessen Verlauf. Die überwiegende Zahl der Autofahrer fuhr deutlich verantwortungsbewusster als sonst und hielt sich an die Verkehrsregeln.

"Es gibt Autofahrer, die halten von allein das Tempolimit ein, und andere, denen das immer wieder in Erinnerung gerufen werden muss", sagt Landrat und Behördenleiter Dr. Ralf Niermann und weist daraufhin, dass die Polizei im gesamten Kreisgebiet weiterhin auch unangekündigte Geschwindigkeitskontrollen durchführen wird.
Bei den 24-stündigen Überprüfungen kontrollierten die Einsatzkräfte von Dienstag, 6 Uhr bis Mittwoch, 6 Uhr, insgesamt 11.368 Fahrzeuge. Beim Blitz-Marathon Anfang Oktober 2013 waren es 13.665. Es wurden aktuell 432 (713) Geschwindigkeitsverstöße registriert. Die Einsatzkräfte erhoben 377 (637) Verwarnungsgelder und erstatteten 52 (85) Anzeigen.
Trotz der umfangreichen Vorankündigungen der meisten Messstellen gab es dennoch Autofahrer, die zu stark auf das Gaspedal drückten.
Besonders auffällige Ergebnisse gab es hier:
Die höchste Geschwindigkeitsüberschreitung in einer Tempo- 30-Zone gab es in Espelkamp-Fiestel auf der Neustadtstraße. Hier zeigte das Messgerät des Kreises 75 Stundenkilometer an.
Der Radarwagen der Stadt Minden lichtete einen Autofahrer in Minden auf der Todtenhauser Straße mit Tempo 96 ab. Erlaubt sind hier lediglich 50 Stundenkilometer.
Den Polizisten des Verkehrsdienstes fiel ein Autofahrer auf der L 770 in Petershagen auf, da dieser mit 106 km/h in einer Tempo 70-Zone unterwegs war.
Erstmalig konnte im Kreisgebiet per Mausklick, E-Mail oder Telefon darüber abgestimmt werden, an welchen Stellen die Polizei ihre Geschwindigkeitskontrollen durchführen sollte. 3103 Bürgerinnen und Bürger nutzen diese neue Form der Bürgerbeteiligung. Der erste Blitz-Marathon in NRW fand am 10. Februar 2012 statt. (Text und Foto: Polizei)