Blitzeinbruch: Die vier Täter bleiben verschwunden
Porta Westfalica -
Nach dem Blitzeinbruch in den Media-Markt in Porta Westfalica am frühen Donnerstagmorgen bleiben die vier Gesuchten verschwunden. Unterdessen ist die Polizei in Minden mit ihren Ermittlungen weiter voran gekommen.
So steht nun fest, dass der im Geschäft zurückgelassene Seat zuvor vom dem Gelände eines Autohauses in Minden am Schwabenring entwendet wurde. Hier schraubten die Kriminellen auch gleich von einem anderen dort abgestellten Pkw die Kennzeichen ab, um diese an dem Seat anzubringen. Ein Verantwortlicher hatte sich am Freitagmorgen bei der Polizei gemeldet, nachdem er den Diebstahl bemerkt hatte. Von dem Fluchtwagen hingegen fehlt noch jede Spur.
Die Ermittler bitten auch weiterhin um Mitteilung zu verdächtigen Beobachtungen sowohl rund um das Gewerbegebiet in Barkhausen wie auch im Bereich vom Schwabenring. Hinweise werden entgegengenommen unter Telefon 0571-88660.
Gegen 4 Uhr am Donnerstag war der Notruf bei der Polizeieinsatzzentrale eingegangen. Ein Zeuge, der in seinem in der Nähe abgestellten Wohnmobil schlief, wurde durch einen lauten Krach aufgeschreckt und sah in der Dunkelheit die mit ihrer Beute aus dem Markt stürmenden Männer.
Nach ersten Ermittlungen der Polizei war zunächst einer der Täter mit dem Mini-Van mit hoher Geschwindigkeit durch die gläsernen Eingangstüren gerast. Anschließend wurden zwei weitere Türen zerstört. Danach riss der Wagen ein schweres Metallgitter aus der Führung, so dass der Pkw unter dem Gitter hindurch in den eigentlichen
Verkaufsraum gelangen konnte. Hinter dem Wagen fiel der Einbruchsschutz wieder in seine ursprüngliche Position zurück.
Dennoch konnten drei weitere Männer in den Markt stürmen. Sie zertrümmerten die in der Nähe aufgestellten Glasvitrinen und stahlen die darin befindlichen Digitalkameras und Handys. Ihre Beute verstauten sie in mitgebrachten Taschen, liefen aus dem Markt und sprangen in einen ganz in der Nähe abgestellten dunklen Pkw. Damit
flüchteten sie vermutlich über den Erbeweg in unbekannte Richtung. Der Einbruch dauerte nur wenige Minuten und war von den Tätern offenbar gut vorbereitet, so die Einschätzung der Polizei. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen dürfte ein Schaden von rund 50.000 Euro entstanden sein.
An dem zurückgelassenen Seat waren Kennzeichen aus dem Kreis Schaumburg angebracht. Erste Ermittlungen ergaben, dass diese für einen anderen Pkw-Typ ausgegeben sind. Erhebliche Probleme bereitete die Bergung und Sicherstellung des Seat. Die hinzu gerufene Feuerwehr musste mühsam das Schutzgitter durchtrennen und zur Seite schaffen. Erst danach konnte ein Abschleppwagen das Fahrzeug aus dem Markt herausziehen.
Die Polizei löste umgehend eine Ringfahndung aus, an der sich auch Polizisten aus dem angrenzenden Niedersachsen beteiligten. (Text und Fotos: Polizei)