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Betrügerische E-Mail ganz einfach löschen

Minden-Lübbecke -

Ein Welle von betrügerischen E-Mails überschwemmt nach Erkenntnissen der Polizei derzeit die Computer der Bürgerinnen und Bürger des Kreises Minden-Lübbecke. Dabei geht die eigentliche Gefahr nicht von der Nachricht selber, sondern von deren Anhang aus. Darin befindet sich oftmals eine Zip-Datei, die Schadprogramme enthält.

Unter dem Deckmantel tatsächlich existenter Firmen oder vermeintlicher Rechtsanwälte behaupten die unbekannten Verfasser der Mails, dass noch unbezahlte Rechnungen von den Empfängern zu begleichen seinen. Dabei handelt es sich häufig um Geldbeträge in Höhe zwischen 100 bis 150 Euro.

Gleichzeitig mit dem Schreiben ergeht die Aufforderung den Dateianhang zu öffnen. Neben einer Zip-Datei werden aber auch Exel-Tabelle beigefügt. Werden die Anhänge geöffnet, wird der Rechner von Vieren befallen.

Die Firmen, deren Namen missbräuchlich benutzt werden, können sich gegen dieses betrügerische Vorgehen kaum zur Wehr setzen. Zwar tauchten die Mails bereits Anfang des Jahres vermehrt auf, zu diesem Zeitpunkt stellten die Kriminellen jedoch noch weitaus höhere Geldforderungen.

Vereinzelt gaukelten sie offene Rechungen bis zu 1.000 Euro vor. Da sie damit offenbar weniger Erfolg erzielten, haben sie mittlerweile ihre Strategie geändert und die Beträge reduziert. So wirken die fingierten Rechungen für Kleidung, Schuhe oder sonstige Artikel nach Auffassung der Betrüger vermutlich glaubwürdiger.

Die Experten der Polizei gehen davon aus, dass derartige Mails auch weiterhin versandt werden. Ihr Rat lautet: Auf keinen Fall den Dateianhang öffnen und stets einen aktuellen Virenscanner verwenden.

Das Erstatten einer Anzeige ist nicht erforderlich. Außerdem bitten die Ermittler darum, ihnen keine dieser Mails mehr zuzuleiten. Deren Rechner "ertrinken" mittlerweile an den vielen Posteingängen. (Text: Polizei)