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Betriebsunfall: Ammoniak ausgetreten

Petershagen -

In einem Fleisch verarbeitenden Betrieb in Petershagen-Lahde kam es am frühen Donnerstagmorgen zu einem Ammoniakaustritt. Dabei erlitten sieben Mitarbeiter leichte Verletzungen.

Die Arbeiter der Nachtschicht hatten gegen 4.15 Uhr im Bereich eines Schockfrosters ein Leck entdeckt, aus dem Ammoniak austrat. Daher schloss ein Mitarbeiter das Ventil zu dem Froster, und die Angestellten verließen die Produktionsstätte.

Nach einer Wartezeit betraten sie wieder die Halle. Das ausgetretene Ammoniak wurde
anschließend mit Wasser gebunden. Dabei stellte ein 48-Jähriger fest, dass es wieder zu "stinken" anfinge.

Um der Ursache zu ermitteln, setzte er sich eine Gasmaske auf und näherte sich dem Froster. In dem Moment löste sich eine Schraubverbindung an der Maschine, und ein Schwall Ammoniak trat aus. Durch den Nebel kamen seine Unterarme mit dem Gemisch in Kontakt, und er erlitt leichte Verbrennungen. Zusammen mir den anderen Mitarbeitern verlies er die Halle und setzte einen Notruf ab.

Die Einsatzkräfte der Polizei sperrten zunächst die Umgebung des Firmengeländes weiträumig ab. Im Rahmen der Feuerwehreinsatzes wurde dann das Ammoniak gebunden. Da sich die Chemikalie nur innerhalb des Produktionsgebäudes ausgebreitet hatte, bestand für die Anwohner keine Gefährdung.

Der 48-Jährige sowie seine Kollegen im Alter von 20 bis 51 Jahren wurden ins Johannes Wesling Klinikum Minden eingeliefert. Bis auf den 48-Jährigen verblieben sie zunächst zur Beobachtung im Krankenhaus. Da der 48-Jährige bei dem Unglück eine Gasmaske trug, mussten nur die leichten Verbrennungen der Haut behandelt werden. Er konnte noch am Vormittag die Klinik verlassen.

Gegen 11.15 Uhr konnten die Sperrmaßnahmen wieder aufgehoben werden. Nach den polizeilichen Ermittlungen ist die Ursache in einem technischen Defekt zu sehen. Hinweise für ein strafrelevantes Verhalten konnte nicht festgestellt werden. (Text: Polizei)