Beschuldigter schweigt zu Vorwürfen
Minden -
Nach dem Fund einer Leiche in einem Haus in Minden am Dienstag hat die Mordkommission "Clus" ihre Spurensuche am Tatort nun abgeschlossen. "Es wurde erhebliche Gewalt gegen den Hals des Opfers ausgeübt", fasst Staatsanwalt Christoph Mackel das vorläufige Ergebnis der im Johannes-Wesling-Klinikum durchgeführten Obduktion zusammen.
Der festgenommene 39-jährige Beschuldigte schweigt zu den Vorwürfen. Er machte weder gegenüber den Ermittlern noch beim Haftrichter Angaben. Fest steht, dass er zur Tatzeit alkoholisiert war. Nachdem das Amtsgericht Bielefeld am Mittwoch einen Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags erlassen hatte, befindet sich der Beschuldigte jetzt in der Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Brackwede.
Polizeibeamte aus Minden waren am Dienstagabend zur ehemaligen Gaststätte "Alte Clus" gerufen worden. In einem Zimmer der heute als Pension und Wohnhaus genutzten Räumlichkeiten wurde ein dort lebender 62-jähriger Mann tot aufgefunden.
Bei der Untersuchung des Leichnams hatten die Ermittler Hinweise auf ein mögliches Tötungsdelikt entdeckt. Daraufhin hatte noch am Abend unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Ralf Gelhot eine Mordkommission die Ermittlungen aufgenommen. Um Zuge der Ermittlungen war ein weiterer Bewohner des Hauses, ein 39-jähriger, vorläufig festgenommen. Er sollte laut Zeugenaussagen zuvor mit dem Opfer in dessen Wohnung einen heftigen Streit gehabt haben. Der Mann verbrachte daraufhin die Nacht im Polizeigewahrsam.
Das vorläufige Ergebnis einer am Mittwoch durchgeführten Obduktion hatte den Verdacht erhärtet, dass der 62-Jährige eines gewaltsamen Todes gestorben war. Der für den Fall zuständige Staatsanwalt Christoph Mackel beantragte dann am Mittwoch einen Haftbefehl gegen den Beschuldigten. Der wurde am späten Mittwochnachmittag einem Richter beim Amtsgericht in Bielefeld vorgeführt. Dieser erließ gegen den Beschuldigten Haftbefehl wegen Totschlags. (Text: Staatsanwaltschaft Bielefeld und Mordkommission der Polizei Bielefeld)