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Beirat wählt Kai Abruszat erneut zum Vorsitzenden

Stemwede | Münster -

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Der Kaufmännische Direktor, Matthias Grimm (v.l.), Pflegedirektor Stefan Schuchardt, LWL-Maßregelvollzugsdezernent Tilmann Hollweg und Dr. Lisa Maria Niemeyer, Therapeutische Direktorin, gratulierten Bürgermeister Kai Abuszat und Heike Hachmann (Mitte) mit Blumen.
Foto: LWL 

Der Beirat der LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem startet in eine neue Amtszeit. Kürzlich fand die konstituierende Sitzung des Gremiums für die kommunale Legislaturperiode 2025-2030 statt. Ein Tagesordnungspunkt war die Wahl des Vorsitzenden und seiner Stellvertreterin. Der bisherige Vorsitzende, Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat, wurde wiedergewählt. Heike Hachmann, Leiterin der Stemweder-Berg-Schule in Wehdem, übernimmt erneut das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden.

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"Die Klinik im Schloss Haldem leistet nicht nur hervorragende fachliche Arbeit, sondern ist in unserer Region auch ein guter und attraktiver Arbeitgeber," betonte Bürgermeister Kai Abruszat nach seiner Wiederwahl. Es sei wichtig, dass der Beirat aus so unterschiedlichen Institutionen und Bereichen zusammengesetzt und deshalb ein wichtiges Bindeglied zwischen der Einrichtung und der heimischen Region sei. Dieses stärke immer wieder die Akzeptanz des Standortes. 

Begrüßt wurden die Mitglieder von Dr. Lisa Maria Niemeyer, der Therapeutischen Direktorin, Pflegedirektor Stefan Schuchardt und dem Kaufmännischen Direktor Matthias Grimm sowie dem LWL-Maßregelvollzugsdezernenten Tilmann Hollweg. 

Hollweg informierte die Beiratsmitglieder unter anderem über die aktuellen Belegungsveränderungen im LWL-Maßregelvollzug. Während die Zahl der untergebrachten suchtkranken Straftäter seit 2015 nahezu kontinuierlich gestiegen sei und LWL-Forensiken, wie auch die Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem, vor der großen Herausforderung einer stetigen Überbelegung stand, so sei die Situation heute eine ganz andere. Denn seit einer Gesetzesnovellierung des Paragrafen 64 Strafgesetzbuch im Oktober 2023, die auf eine stärkere Fokussierung auf wirklich therapiebereite Täter abzielte, sei die Zahl der Unterbringungen stark gesunken. Auf der anderen Seite werden immer mehr psychisch kranke Rechtsbrecher von den Gerichten zugewiesen. 

"Das führt dazu, dass die LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem aktuell freie Betten hat", so Hollweg. Und dies während andere Maßregelvollzugskliniken, die psychisch kranke Rechtsbrecher betreuen, überbelegt seien. "Auf die veränderten Patientenzahlen müssen wir uns aktuell einstellen und geeignete Maßnahmen einleiten - auch um die Arbeitsplätze in der LWL-Maßregelvollzugseinrichtung langfristig halten zu können", sagte Hollweg. Er bat auch den Bürgermeister und die Ratsvertreterinnen und Ratsvertreter um Unterstützung.

Während es für viele Mitglieder die erste Beiratssitzung war, zählte die LWL-Klinik selbst bereits die 100. Beiratssitzung. Die Gründungsversammlung des ersten Beirates der damaligen Westfälischen Klinik Schloss Haldem fand am 30. Juni 1988 statt. Schon damals wählten die Mitglieder dem Stemweder Bürgermeister zu ihrem Vorsitzenden: Heinz Becker. Größtes Anliegen der Mitglieder war es damals, tiefere Einblicke in den Maßregelvollzug zu erhalten. Zudem schlug der Beirat vor, dass die Klinik Aufklärungsarbeit bei Schüler und Schülerinnen bezüglich des Themas Sucht leisten sollte. 

Seither engagiert sich die Einrichtung stark in der Öffentlichkeitsarbeit mit verschiedenen Veranstaltungen wie dem alljährlichen Winterbasar und dem alle zwei Jahre stattfindenden Sommerfest. Nebenher finden im Jahr zahlreiche Führungen und Informationsveranstaltungen für interessierte Gruppen, darunter auch Schulklassen, statt. 

Quelle und Foto: LWL