Bagger stößt auf 1000-kg-Weltkriegsbombe
Minden -
Bei Bauarbeiten ist Montagvormittag in Minden an der Ecke Rodenbecker Straße/Ringstraße ein Bagger auf einen „metallenen Gegenstand“ gestoßen. Der über die Polizei sofort alarmierte Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg identifizierte den Fund als eine in den USA hergestellte Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg mit 1000 Kilogramm Sprengkraft. Der Bereich wurde sofort abgesichert und der städtische Krisenstab um 14 Uhr von Bürgermeister Michael Buhre einberufen.
Die Bombe hat laut einem Experten der Bezirksregierung Arnsberg zwei Zünder und muss laut einem Erlass des Innenministeriums NRW „unverzüglich entschärft“ werden. Das soll heute Abend um 22 Uhr geschehen. Bis 21 Uhr muss in einem Radius von 700 Metern um den Fundort die Mindener Bevölkerung evakuiert werden. „Alle Bürgerinnen und Bürger müssen ihre Häuser aus Sicherheitsgründen verlassen“, so Buhre. Wer dazu selbst nicht in der Lage ist, kann sich an die seit 17 Uhr eingerichtete Hotline der Stadt wenden (Telefonnummer 89-866). Es werden auch Busse (siehe unten) eingesetzt. Im Internet ist ab 17.30 Uhr auf der Homepage der Stadt Minden eine Karte mit dem betroffenen Radius, eine Straßenliste und eine Übersicht über die Straßensperrungen eingestellt.
Rund 5.600 Menschen sind laut Bürgerbüro in dem betroffenen Bereich gemeldet. „Für diejenigen, die ab spätestens 21 Uhr nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommen können“, ist ab 19 Uhr eine Anlaufstelle im Besselgymnasium, Hahler Straße 134 eingerichtet. Parkplätze befinden sich an der Kampa-Halle. Für Verpflegung (Getränke/Imbiss) ist gesorgt. „Alle Bürgerinnen und Bürger dürfen solange nicht in ihre Häuser und Wohnungen zurück, bis der Kampfmittelbeseitigungsdienst Entwarnung gegeben hat. Das wird voraussichtlich zwischen 23 und 24 Uhr sein“, so Bürgermeister Buhre. Über die Entschärfung und die Entwarnung wird über die Internetseite der Stadt Minden, über Hallo Minden und das Radio informiert.
Im Einsatz sind seit heute Nachmittag Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr und Kräfte der Polizei sowie freiwillige Helfer/innen der Hilfsorganisationen. Insgesamt werden es ab 18 Uhr mehr als 100 Hilfskräfte sein.
In dem Bereich des Bombenfundes unterhalb des Radweges in der Rodenbecker Straße hat das Unternehmen Westfalen-Weser Versorgungsleitungen (Gas und Wasser) legen wollen. „Die Bauarbeiter haben nach dem Fund in rund 1,50 Meter Tiefe sofort richtig reagiert und die Polizei benachrichtigt“, so der Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Thomas Bensch.
Busse werden eingesetzt
Es werden Buse zur Evakuierung eingesetzt, die ab 19 Uhr ab Rodenbecker Straße/Schwabenring, ab Königswall/Königsstraße ab dem Parkplatz Obi (Kuckuckstraße), und ab Königstraße/Ringstraße im Pendelverkehr fahren. (Text und Foto: Stadt Minden)