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Anzeige gegen 6 junge Leute: Verstoß gegen Corona-Regeln

Lübbecke -

Weil sich sechs junge Leute im Alter von 16 bis 19 Jahren am späten Donnerstagabend am Niederwall trafen und dort unter anderem Musik hörten, kommt auf die Teilnehmer dieser verbotenen Zusammenkunft jetzt eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetzes in Verbindung mit der Corona-Schutzverordnung (CoronaSchVO) zu.

Nach einem Hinweis überprüfte eine Streifenwagenbesatzung gegen 22 Uhr den Bereich. Als die Gruppe die Beamten bemerkten, teilten diese sich schnell zu jeweils zwei Personen auf. Auf Hinweis der Einsatzkräfte zu den derzeit bestehenden Regelungen hinsichtlich des Kontaktverbotes gaben einzelne Betroffene sinngemäß an, dass man sie in ihrer Freiheit nicht einschränken dürfe. Den ausgesprochenen Platzverweisen durch die Ordnungshüter kamen die jungen Leute nur zögerlich nach.
(Text: Polizei)

 

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Bravo: Sehr gut aufgepasst haben diese jungen Leute im Politik-/Gesellschaftskunde-Unterricht, als es um das Thema „Bürgerliche Rechte/Freiheiten“ ging, aber abgeschaltet haben müssen sie, als es um die damit verbundenen Pflichten ging. Oder sollten sie einfach die Tatsache ignorieren, dass da, wo es Rechte gibt, auch Pflichten, nämlich Gesetze und Regeln einzuhalten sind?!

Was also ist selbst für junge Leute so schwer verständlich an dem Begriff „Kontaktverbot“ und „Verbot zur Gruppenbildung“? Ihr Hinweis auf „Einschränkung der Freiheit“ ist schlicht gesagt Blödsinn. Schließlich müssen sie sich auch ans Rauchverbot in Kneipen und Restaurants halten, und werden sie am Steuer mit deutlich höherer als der erlaubten Geschwindigkeit erwischt, wird’s richtig teuer. Komisch, diese zwei kleinen Regeln z.B. werden akzeptiert, obwohl auch sie die persönliche Freiheit einschränken. Oder sollte die Gruppe noch nichts von "Corona" gehört haben?!

Jeder Einzelne dieses Sextetts hat ein „fettes“ Bußgeld verdient, am besten in Form einer Urkunde, die er sich zur Erinnerung und Warnung übers Bett hängen kann.

Ach ja: Und wenn „Corona“ denn einen oder mehrere aus der Gruppe erwischen sollte, dann erwartet man natürlich Hilfe – Hilfe und Solitarität der Gemeinschaft, auf die die Gruppe bei Musik am Abend so verächtlich gesch.... hat. Alle Beteiligten sollten sich schnellstens in aller Form bei der Polizei entschuldigen, die so besonnen reagiert hat. Und sie sollten froh sein, dass sie in unserer Republik leben dürfen: In anderen Ländern hätten sie die Nacht – oder länger – vermutlich auf harter Gefängnispritsche verbracht.

HALLO LÜBBECKE

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