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18-jähriger Taiwanese weiter in der Weser vermisst

Minden -

Update der Polizei vom 8. Juni 2019

Vermisstensuche in der Weser

Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr haben am Samstag in Minden die Suche nach einem seit dem Vortag in der Weser vermissten 18-jährigen Austauschschüler aus Taiwan fortgesetzt. Eine Spur des Jungen fanden sie bisher aber nicht. 

Gegen 8 Uhr am Morgen machten sich die rund 70 Einsatzkräfte erneut für die Suche fertig. Abermals wurden die Uferbereiche zwischen Minden und Petershagen von Land aus in Augenschein genommen. Zudem versuchten unter anderem zwei Sonarboote der Feuerwehr einen Hinweis auf den Verbleib des 18-Jährigen zu erlangen. Kräfte der Feuerwehr überprüften außerdem ein Wehr in Petershagen sowie eine Pumpstation in Minden. 

Die Besatzung eines Polizeihubschraubers aus Düsseldorf flog am Morgen im Suchgebiet über die Weser, um aus der Luft nach dem Vermissten Ausschau zu halten. Am Nachmittag unterstützten noch zwei Suchhunde der Polizei die Maßnahmen. Da die speziell ausgebildeten Tiere im Bereich zwischen der Mindener Glacisbrücke und einem Wassersportverein an mehreren Stellen Nahe des Ufers Witterung aufnahmen, suchten Taucher der Feuerwehr Petershagen diese akribisch ab. 

Letztlich blieben aber alle Anstrengungen der Einsatzkräfte ohne den erhofften Erfolg. Nach einer rund neunstündigen intensiven Suche wurden die Maßnahmen am Samsatagnachmittag schließlich eingestellt. Sollten sich in den kommenden Tagen neue Anhaltspunkte ergeben, wird die Suche wieder aufgenommen. 
(Text und Foto: Polizei)

Das war passiert

Vermisstensuche an der Weser

Freitagabend sind die Einsatzkräfte zu zwei Einsätzen an die Weser gerufen worden. Nachdem in Nähe eines Mindener Wassersportvereins ein Mann nach einem Badeunfall vermisst wurde, sprang eine andere Person wenig später von der Weserbrücke. 

Am Abend war der Vermisste, ein Taiwanese der als Teilnehmer einer rund 60-köpfigen Reisegruppe auf Einladung in Minden verweilte, in Höhe des Rudervereins zum Schwimmen ins Wasser gegangen und anschließend abgetrieben. Trotz sofort eingeleiteter Hilfsmaßnahmen gelang es nicht, den Mann aus dem Wasser zu retten. Obgleich der umfangreichen Suchmaßnahmen fehlt von dem 18-Jährigen seither jede Spur. 

Im Rahmen der Suche kam nicht nur ein Rettungsschwimmer zum Einsatz, sondern man forderte auch einen Polizeihubschrauber aus Dortmund an, der das Gebiet großräumig absuchte. Zudem hielten die Besatzungen mehrerer Boote vom Wasser aus Ausschau nach dem Vermissten. Während der intensiven Suchmaßnahmen waren neben Kräften der Polizei auch zahlreiche Angehörige der Feuerwehr im Einsatz. Zur Betreuung der Reisegruppe waren zudem mehrere Notfallseelsorger hinzugezogen worden. 

Mit Einbruch der Dunkelheit brachen die Einsatzkräfte die Suche nach dem Austauschschüler ab. Seit dem frühen Samstagmorgen werden die intensiven Suchmaßnahmen fortgesetzt. Inwieweit ein vorbeifahrendes Boot mit dem Abtreiben des Mannes in Zusammenhang zu bringen ist, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. 

Selbstmordversuch

Gegen 18.30 Uhr wurde den Beamten außerdem eine verletzte männliche Person im Bereich des Parkplatzes "Unter dem Wesertor" gemeldet. Hierbei handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um einen 38-Jährigen, der sich nach Zeugenaussagen in offenbar suizidaler Absicht von der Weserbrücke herabgestürzt hatte und auf dem Asphalt aufgekommen war. Dabei erlitt der Mann schwere Verletzungen. Aus diesem Grund wurde ein Rettungshubschrauber hinzugezogen. Die Besatzung eines Rettungswagens brachte ihn schließlich ins Klinikum Minden. 

Für die Beamten ergeben sich aktuell keine Anhaltspunkte für einen Zusammenhang der beiden Einsatzanlässe.
(Text: Polizei / Fotos: www.hallo-minden.de/BB)

Vermisstensuche an der Weser