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Mit „Tschüssikowski“ ab in „Die wilden 70er Jahre“

Espelkamp -

Die wilden 70er Jahre
Das Ehepaar Kramer im Gespräch mit Arthur Wall am Flipper Captain Fantastic. Foto: Oliver Krato

Es war die Zeit von Abba, Punk und Bhagwan, der Beginn der PC-Ära, der ersten Video-Konsolen und die Geburtsstunde des VW Golfs. Erstmals liefen im Fernsehen Krimi-Serien wie Quincy, Kojak und der Tatort: Die 70er Jahre waren eine Zeit des Umbruchs und der Veränderung in Deutschland. 

Das Deutsche Automatenmuseum in Espelkamp widmet den „Wilden 70er Jahren“ nun eine eigene Sonderausstellung in seinen Räumlichkeiten auf Schloss Benkhausen. Im Fokus stehen dabei die geschichtlichen Eckdaten in Kontext mit Münzautomaten aus aller Welt und kulturellen Highlights jener Zeit, die mit  Marmor, Stein und Eisen bricht von Drafi Deutscher bis Highway to Hell von AC/DC vor allem eines waren: bunt, facettenreich und vielfältig. Die Sonderausstellung „Die wilden 70er Jahre“ läuft bis zum 14. Juni 2020 im Deutschen Automatenmuseum auf Schloss Benkhausen in Espelkamp-Gestringen. 

Die wilden 70er Jahre
Sascha Wömpener (Museumsleiter) und Jessica Midding (Kuratorin der Ausstellung und stellv.Museumsleiterin). Foto: Oliver Krato

Mehr als 80 geladene Gäste folgten der Einladung von Museumsleiter Sascha Wömpener und nahmen am vergangenen Freitagabend an der Eröffnungsfeier der Sonderausstellung „Die wilden 70er Jahre – Zwischen Fußball, Flipper und flotter Musik“ im Schloss Benkhausen teil. In seinem Grußwort hob er hervor, dass das Museum seit seinem Umzug nach Benkhausen im Herbst 2013 zu einem äußerst beliebten  touristischen Besuchermagnet geworden sei. 

Jedoch benötige so ein Museumsbetrieb auch hinter den Kulissen viel Basisarbeit, so zum Beispiel die Recherche und die Archivierung von Daten und Geschichten über die einzelnen Exponate bis hin zur digitalen Verarbeitung in sozialen Netzwerken und der intensiven Kontaktpflege zu Sammlern in Deutschland und den angrenzenden Nachbarländern. An dieser Stelle bedankte er sich bei der Unternehmerfamilie Gauselmann für die Bereitstellung von Ressourcen und ihre ausgeprägte Leidenschaft für Automaten und die Geschichten ihrer Erfinder, ohne die es das Deutsche Automatenmuseum heute nicht geben würde. 

Mit dem legendären „Tschüssikowski“, das 1972 durch die TV-Kultserie „Die Zwei“ mit Roger Moore und Toni Curtis zum geflügelten Wort wurde, leitete Sascha Wömpener über zu Gisela Vorwerg, Espelkamps stellvertretender Bürgermeisterin.

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An das anwesende Ehepaar Karin und Paul Gauselmann gewandt, bedankte sie sich im Namen der Stadt für die zahlreichen Veranstaltungen auf Schloss Benkhausen, die die Strahlkraft des Mühlenkreises weit über die eigenen Grenzen hinaus verstärken würde. „Die Stadt weiß es zu schätzen, was Sie uns bieten!“ Ob Skulpturenwettbewerb im Schlosspark, Lesungen, Kunstausstellungen oder Sonderausstellungen im Automatenmuseum: „Schloss Benkhausen ist einfach immer eine Reise wert!“

Sie selbst, so Gisela Vorwerk, habe die 1970er Jahre und die Omnipräsenz von Automaten aller Art „live“ miterlebt. „Musik kam aus der Musikbox oder wurde selbst gemacht, die Jungs spielten am liebsten am Flipper.“ Aber ob man diese bahnbrechende Zeit nun selbst erlebt habe oder nicht: Die Ausstellung sei einfach für jede Altersgruppe sehenswert. „Ich hoffe, viele Besucher finden den Weg zu Ihnen!“

Die wilden 70er Jahre
Die Mitarbeiterinnen Anja Grabenhorst und Birgit El Mouaddib-Wendt kleideten sich stilecht im 70er-Jahre-Look. Foto: Oliver Krato

Abschließend führte die verantwortliche Kuratorin und stellvertretende Museumsleiterin Jessica Midding aus, warum die Sonderausstellung über die „Wilden 70er Jahre“ eine logische Konsequenz der vorangegangenen und sehr erfolgreichen Ausstellung „Wirtschaftswunder“ aus dem Jahr 2017/2018 ist. Sowohl mit sportlichen Ereignissen wie beispielsweise der Fußballweltmeisterschaft, aber auch mit politischen Eckdaten und darüber hinaus gesellschaftskulturellen Themen rund um Schlaghose und Plateauschuhe werden die Besucherinnen und Besucher der neuen Sonderausstellung in die zum Teil eigene Vergangenheit entführt. 

Neben zwei Hörstationen, an denen 70er Jahre Songs erklingen, wurde auch ein BRAVO-Museumsbuch als ein per Touchscreen bedienbares Terminal, das einem überdimensional großen, aufgeschlagenen Buch gleicht, aufgestellt. Last but not least steht den Gästen zudem eine Fotowand mit dem Motiv eines typischen 70er Jahre Hippie-Busses für eigene Selfies zur Verfügung. 

Die Sonderausstellung „Die wilden 70er Jahre“ kann mit Ausnahme des Montags, täglich von 10 bis 17 Uhr, an Wochenenden von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt kostet 5 Euro pro Person, Führungen durch die Ausstellungen sind unter anmeldung@deutsches-automatenmuseum.dezu buchen. Weitere Infos auch unter www.deutsches-automatenmuseum.de
(Text: Claudia Hecke – Gauselmann Gruppe)

Die wilden 70er Jahre
Das Ehepaar Sasten hat sichtlich Spaß mit der neuen Fotostation "Flower Power Bulli". Foto: Oliver Krato

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