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Ehrenamt: Mal was Neues ausprobieren

Hüllhorst -

„Ich wollte einfach mal etwas Neues probieren.“ Die Entscheidung, sich als Jugendtrainer ehrenamtlich zu engagieren, traf Lennard Sketsch vor rund zwei Jahren eher spontan aus dem Bauch heraus. Bis heute hat der 19-jährige Handballspieler dies nicht bereut und ist voller Begeisterung dabei.

Schon von Kindesbeinen an hatte sich Lennard dem Handballsport verschrieben, spielte in mehreren Vereinen. „Seit rund zwei Jahren bin ich bei der HSG Hüllhorst. Kurz nach meinem aktiven Einstieg hab ich hier auch als Trainer angefangen“, erzählt der junge Löhner.

Seit fast zwei Jahren sind die B- und C-Jugend-Mädchen sein Betätigungsfeld, das ihm nach wie vor ungebrochen Spaß macht.

Von einem ehemaligen Trainer motiviert, absolvierte der heute 19-Jährige einen Jugendtrainer-Wochenendlehrgang, der mit Trainingsmethoden, Stundenaufbau und –planung maßgenau auf das Handballtraining zugeschnitten war. „Bereits zu Realschulzeiten hab ich ohne Blick auf eine gezielte Verwendung den Gruppenhelferlehrgang, der zum Erwerb der Jugendleitercard (Juleica) berechtigt, absolviert.“ Gerade in Sachen Rhetorik und Kommunikationstechniken habe ihm dieses Fundament viel für sein heutiges ehrenamtliches Traineramt gebracht, sagt Lennard rückblickend.

Seit fast zwei Jahren sind die B- und C-Jugend-Mädchen sein Betätigungsfeld, das ihm nach wie vor ungebrochen Spaß macht. Mit seiner Berufsausbildung als Elektroniker für Betriebstechnik, die er gerade abgeschlossen hat, und seiner Berufstätigkeit waren und seien die Trainingszeiten gut vereinbar. „Nach der Arbeit geht’s zum Training.“ Die bereits angefangene Trainer-C-Lizenz-Ausbildung habe er wegen seiner Lehre jedoch vorerst zurückgestellt. „Da musste ich Prioritäten setzen, aber ich werde den Schein auf alle Fälle machen.“

„Das Schönste am Traineramt ist für mich, den erfolgreichen Fortschritt zu beobachten, den die Spielerinnen permanent machen“, sieht Lennard seinen Einsatz belohnt, und ergänzt: „Dass den Mädels das Training mit mir Spaß macht, ist natürlich Voraussetzung, weil sonst stünde ich in einer leeren Halle.“ Anerkennung für ihren Einsatz bekäme die ehrenamtliche Trainerriege zudem mit der jährlichen Dankeschönparty. „Und wenn wir uns bei vereinsinternen Seminaren gegenseitig austauschen, hat das auch schon einen sehr familiären Charakter.“

„Wer die Gelegenheit kriegt, sich zu engagieren, sollte diese Chance einfach nutzen und dann beurteilen, ob der Einsatz einem Spaß macht“, gibt er Jüngeren aus eigener Erfahrung mit auf den Weg. Auch im eigenen Verein sei eine große Bereitschaft bei den jüngeren Spielern zu beobachten, in die Trainerlaufbahn einzusteigen. „Neben Spaß und Fachkompetenz trägt solch ein Einsatz auch in großem Maß zur Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit bei“, unterstreicht Lennard, dass die im Ehrenamt erworbenen Kompetenzen auch für die Berufswelt von Nutzen sind.

Unsere Fotos: Einfach mal etwas Neues probieren, ist die Devise von Lennard Sketsch. Die Entscheidung, sich als Handball-Jugendtrainer bei der HSG Hüllhorst ehrenamtlich zu engagieren, traf der begeisterte Hobbyhandballer vor rund zwei Jahren eher spontan aus dem Bauch heraus. (Text und Fotos: Anja Schubert - AG Ehrenamt)

Das Jahr des Ehrenamtes

Die Jugendämter im Kreis Minden-Lübbecke sowie die Träger und Verbände aktiver Jugendarbeit haben das Jahr 2014 zum „Jahr des Ehrenamtes in der Kinder- und Jugendarbeit“ ausgerufen. Ziel des Projektes unter Schirmherrschaft von Landrat Dr. Ralf Niermann ist es, Einstiegsmöglichkeiten zu zeigen, um neue Aktive zu gewinnen sowie das Engagement ehrenamtlich tätiger Heranwachsender und junger Erwachsener zu würdigen.

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