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Vitara 2019: macht Spaß in der Stadt und im Gelände

Vitaratest

Wer sich nach einem neuen/anderen Auto umsieht, hat die Qual der Wahl: Limousine oder Kombi, 2-, 4- oder 5-Türer, eine Art Bulli für denjenigen, der viel Personal zu transportieren hat, Geländewagen oder SUV? Damit aber noch nicht genug: Soll es ein Fabrikat eines deutschen Herstellers sein oder ein Modell eines ausländischen Autobauers? Letztendlich fällt die Entscheidung im „Autoland Deutschland“ nach persönlicher Vorliebe, dem Preis-/Leistungsverhältnis und mittlerweile auch nach den Belastungen, die das ins Auge gefasste Auto der Umwelt aufbürdet. Nicht zuletzt spielt bei der Kaufentscheidung der Eindruck eine Rolle, die der Wagen bei einer Probefahrt hinterlässt; und auf eine solche – gern auch intensiv – sollte man keinesfalls verzichten. 

Wir haben uns für eine Testfahrt mit dem Suzuki New Grand Vitara 2.0 5D entschieden, den uns das Autohaus Weitkamp GmbH | Suzuki und smart in Lübbecke gern zur Verfügung gestellt hat. Es ist ein Schaltwagen, weshalb wir – an Schaltung gewöhnt – keine Anpassungsprobleme haben. Er kommt als SUV daher, weshalb das Einsteigen vorn sehr komfortabel ist: Man fällt nicht in die Sitze, sondern rutscht gemächlich hinein. Und sitzt gut, weil straff gefedert und mit guter Seitenstützung ausgestattet. Stufenlos verstellbar sind sie natürlich auch zur Anpassung an unterschiedliche Körpergrößen. Allerdings muss man ein wenig aufpassen, damit die Rückenlehne nicht überraschend zur „Liegewiese“ wird.

Schalten lässt sich der Vitara erfreulich leicht; die Gänge „flutschen“ nur so, auch wenn mal beim Beschleunigen schnell gehen soll oder muss. Aber wo beschleunigt wird, muss auch mal gebremst werden – manchmal sogar sehr hart. Dann muss das Fahrzeug die Spur halten, darf nicht ausbrechen. Die Bremsen des Vitara tun, was man von ihnen verlangt: Sie verzögern gut und packen beim Abbremsen auch aus höherer Geschwindigkeit kräftig bis radikal zu – und der Wagen bleibt in der Spur. Gut so!

Als Fünftürer mit SUV-Charakter darf eine Frage natürlich nicht unbeantwortet bleiben: Wie verhält sich der Vitara auf eher unebenem Untergrund? Der ist im Lübbecker Land eher rar und die Geländegängigkeit kann man hier auch nicht richtig ausprobieren, will man nicht großen Ärger mit den Verantwortlichen für Wald und Forst provozieren. Für den Fall, dass man den Vitara aber geländegängig oder auch sportlich braucht, gibt es ein Wählrad mit 4-W-D, um den Wagen z.B. fürs Rollen auf Schnee oder sportliches Fahren zu trimmen.

Wir haben noch ein bisschen holprige Straße gefunden und stellen fest: Unser Test-Vitara steckt Kuhlen und Schlaglöcher klaglos weg und rüttelt dabei nicht mal sonderlich durch. Klappern im Innenraum: sogar Fehlanzeige. Vibrationen ja, aber nur in erfreulich geringem Maße. Was zusammen genommen den Schluss zulässt: saubere und solide Verarbeitung. Dass man dabei natürlich auch auf die Kosten achtet, ist nachvollziehbar und somit auch die vielfache Verwendung von Kunststoffmaterial. Warum man aber gerade ein Verschleißteil wie den Türöffnungsblocker als Plastikteil eingebaut hat und nicht wie vielfach üblich in Metall, erschließt sich nicht so recht. 

Die Rückfahrkamera verschafft einen Überblick und damit Sicherheit nach hinten, die Sensoren melden sich rechtzeitig und zuverlässig, wenn man sich mit der Front einem Hindernis nähert. 

Bildergalerie

Multimedia fehlt heutzutage in keinem modernen Auto – auch nicht im Vitara. Man muss glücklicherweise kein Computer-Vollprofi sein, um sie beherrschen zu können. Denn sie ist selbsterklärend, leicht zu steuern, und eine freundliche Stimme bietet einem im Bedarfsfall Hilfe an. Gesteuert wird die Anlage per Touch-Screen. Wer befürchtet, für den Anschluss seines Smartphones an die Freisprechanlage extra zum Fachmann zu müssen, dem sei diese Sorge genommen. Mit nur wenigen Tippern ist das Mobilgerät mit der Anlage verbunden. Und damit der Fahrer während der Zeit am Steuer nicht ans Tippen kommt, kann man den Ziffernblock sperren: eine vorbildliche Lösung in Sachen Sicherheit am Steuer. Zumindest einen USB-Anschluss haben wir in der Ablage unterhalb der Klimaanlagen-Steuerung entdeckt. Diese Steuerung funktioniert reibungslos. Und wem die Abdeckung unter dem Glasdach nicht gefällt, kann sie elektrisch zurückfahren und sich so freie Sicht nach oben verschaffen. 

Mit Ablagen ist der Vitara eher zurückhaltend ausgestattet. Vorn ist das noch ok und sogar intelligent gelöst mit „Ruheraum“ eigens für große Flaschen. Im Fond gibt es gleichfalls diese beiden Abstellmöglichkeiten für Flaschen – aber eben auch nicht mehr. Allerdings existiert da ja noch der Kofferraum mit viel Platz für dies und das, was man weiter vorn nicht unterbringen kann. 

Der Kofferraum also: Der sieht auf den ersten Blick etwas mickrig aus. Vier Getränkekisten unterzubringen gelingt uns nicht auf Anhieb. Das ändert sich schlagartig, als wir die Kofferraumabdeckung abnehmen – sie ist auch wieder leicht anzubringen – und auch die Bodenabdeckung entfernen, wodurch der Kofferraum tiefer wird. Und schon passen locker vier Getränkekisten rein. Das wird noch viel besser, als wir zusätzlich die Rückbank umklappen: Nun können wir sogar zehn Getränkekisten unterbringen, und für Kleinteile ist auch noch Platz. 

Das Platzangebot im Vitara ist unterschiedlich „gestrickt“. Während Fahrer und Beifahrer genug Raum vorfinden, ist das Platzangebot auf der rückwärtigen Sitzbank keinesfalls üppig bemessen. „Lange Kerls und Damen“ werden ihren Vordermann bitten müssen, die Sitze nach vorn zu ziehen oder müssen ihre Beine anders sortieren; bequem geht anders. Und das gilt auch für das Ein- und noch viel mehr für das Aussteigen aus dem Fond. Insbesondere beim Verlassen der Rücksitze rutscht man quasi unwillkürlich über die Hinterrad-Abdeckung. Man kann nur hoffen, dass es gerade nicht geregnet hat bzw. die Abdeckung sauber ist, sonst sind Rückstände auf der Kleidung nahezu unvermeidbar. 

Angesichts der umfangreichen Ausstattung unseres Test-Fahrzeuges mit 6-Gang-Schaltgetriebe und E-10-Kraftstoffverbrauch, in dem auch ESP, Müdigkeitserkennung und Toter-Winkel-Warnsystem nicht fehlen, sind runde 28.000 Euro für den 140-PS-Wagen mit dreijähriger Werksgarantie ab 1. Zulassung durchaus vertretbar. Aber natürlich geht es auch deutlich preisgünstiger: Ein Vitara ist schon unter 20.000 Euro zu haben; wie viel letztlich unterm Strich steht, kommt – wie immer – darauf an, was das Auto zusätzlich zur Basisausstattung bieten soll. Der kombinierte Verbrauch unseres Testwagens wird mit 6,1 Liter auf 100 Kilometer angegeben. Wie viel es am Ende tatsächlich sind, kommt wie üblich auf die individuelle Fahrweise an. Mit kombinierten 139 g/km CO2-Emissionen bewegt sich der Vitara allerdings lediglich im Mittelfeld der CO2-Effizienz.  

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