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So bleiben Gemüse und Obst länger frisch

Mehr als ein Drittel (34 Prozent) der Lebensmittel, die im Haushalt weggeworfen werden, sind Früchte und Gemüse. Meist ist die frisch gekaufte Ware unappetitlich geworden oder sogar verdorben. Dass Möhren schrumpeln, Bananen matschig werden, Kartoffeln keimen und Orangen schimmeln, liegt jedoch häufig an der falschen Lagerung.

Verbrauchertipp„Bei manchen Obst- und Gemüsesorten ist das Aufbewahren im Kühlschrank eine gute Idee, andere verlieren bei Kälte ihren Geschmack oder verderben nur noch schneller“, sagen Cornelia Franke-Röthemeyer und Anke Schiermeyer, Umweltberaterinnen der Verbraucherzentrale in Minden. Auch scheiden einige Früchte ein Gas aus, das anderes Obst und Gemüse rascher reifen und faulen lässt.

Damit der Einkauf nicht vorzeitig ein Fall für die Biotonne ist, hat das Projekt Mehr- Wert NRW der Verbraucherzentrale folgende Tipps zusammengestellt:

  • Äpfel mögen’s kühl und dunkel. Bunte Äpfel in der Obstschale sehen dekorativ aus. Besser aufgehoben sind sie jedoch im Kühlschrank, im Keller oder in einer küh- len Vorratskammer. Ein Folienbeutel mit kleinen Luftlöchern sorgt dafür, dass die Früchte nicht austrocknen. Weil Äpfel das Reifegas Ethylen abgeben, sollten sie im- mer gesondert gelagert werden – es sei denn, man wünscht sich den reifefördernden Effekt, zum Beispiel für unreife Tomaten.
  • Kartoffeln sind anspruchsvoll. Die Kartoffel wirkt sehr robust. Dabei ist sie bei der Lagerung ziemlich anspruchsvoll. Sie braucht einen kühlen Lagerplatz, der nicht zu kalt sein darf, denn bei Kälte verwandelt sich die Kartoffelstärke in Zucker. Wer kei- nen Keller hat, kann die Knollen in einer dunklen, gut belüfteten Box unterbringen. Auch wenn die Kartoffel schon gekeimt hat, ist sie noch essbar. Allerdings sollten die Keime ebenso wie grüne Stellen großzügig herausgeschnitten und keinesfalls ver- zehrt werden, denn sie enthalten das gesundheitsschädliche Solanin.
  • Bananen reifen nach. Bananen reifen bei Zimmertemperatur noch nach. Kleine dunkle Punkte auf der Schale zeigen, dass die Frucht ihre optimale Süße erreicht hat. Wer jedoch reife Bananen einige Tage lang aufbewahren möchte, legt sie am besten an einen nicht zu warmen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Im Kühlschrank verliert die Banane ihr Aroma und die Schale verfärbt sich dunkelbraun. Wem die reife Frucht schon zu weich ist, der kann sie zum Beispiel in einem Milchs- hake verarbeiten.
  • Möhren halten besser ohne Grün. Wer ein Bund Möhren kauft und nicht sofort ver- arbeiten will, sollte das Grün abschneiden. Die Blätter entziehen dem Wurzelgemüse sonst Flüssigkeit. Dies gilt auch bei Radieschen. Aufbewahrt werden Möhren dann am besten im Kühlschrank – entweder in einem Folienbeutel mit Löchern zur Belüf- tung oder in einem feuchten Tuch. Wichtig: Möhren nicht waschen, bevor sie in den Kühlschrank kommen, denn sonst werden sie braun.
  • Tomaten nicht in den Kühlschrank. Tomaten sind echte Sensibelchen. Zu warme Temperaturen beschleunigen das Verfaulen, zu kalte führen zu Geschmacksverlust. Am günstigsten für reife Tomaten ist ein dunkler Platz im Vorratsregal oder -schrank. Um die Früchte vor Druckstellen zu schützen, können sie auf Küchenpapier gebettet werden. Noch unreife Tomaten vertragen auch einen hellen Platz, zum Beispiel auf der Fensterbank. Dort reifen sie, ebenso wie in der Nachbarschaft von Äpfeln, noch nach.

Weitere Tipps gibt es im Lagerungs-ABC des Projekts MehrWert NRW. Es kann kostenlos im Internet heruntergeladen werden unter www.mehrwert.nrw/richtiglagern.
(Text und Grafik: Verbraucherzentrale NRW, BeratungsstelleMinden)

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